| Wappen | Karte |
|---|---|
| Hildburghausen coa.png | Lage Hildburghausen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Hildburghausen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 380 m ü. NN |
| Fläche: | 72,94 km² |
| Einwohner: | 12.330 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 169 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 98641 - 98646 |
| Vorwahl: | 03685 |
| Kfz-Kennzeichen: | HBN |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 69 024 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Clara-Zetkin-Straße 3 98646 Hildburghausen |
| Website: | www.hildburghausen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@Hildburghausen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Steffen Harzer (PDS) |
Hildburghausen ist eine Kleinstadt im Süden des Freistaates Thüringen. Sie ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises Hildburghausen und liegt an der Werra.
Hildburghausen liegt im Tal der Werra, die hier etwa 372 m über NN erreicht, am südwestlichen Rand des Thüringer Waldes, von dem es durch einen Kamm ca. 550 m hoher Berge, auf dem sich der Hildburghausener Stadtwald befindet, getrennt wird.
Vom (noch flacheren) Coburger Land wird die Stadt nach Südwest durch den Stadtberg (496 m) und den Krautberg (488 m) getrennt.
Hildburghausen besteht aus der Altstadt und der kleineren, von französisch-reformierten Flüchtlingen 1710 angelegten Neustadt.
Angrenzende Gemeinden sind Auengrund, Brünn/Thür., Gleichamberg, Kloster Veßra, Reurieth, die Stadt Schleusingen, Straufhain und Veilsdorf.
Hildburghausen war ursprünglich eine fränkische Siedlung aus der Zeit vor 900 und wurde 1234 als Hilpershusia oder Villa Hilperti erstmals urkundlich erwähnt. Bis zu diesem Jahr gehörte es den Grafen von Henneberg-Botenlauben und bis 1304 dem Hochstift Würzburg. Danach gehörte es den Markgrafen von Brandenburg, zur Herrschaft Coburg, ab 1316 den Grafen von Henneberg-Schleusingen und ab 1353 den Burggrafen von Nürnberg. Bereits 1324 erhielt Hildburghausen das Stadtrecht mit Ummauerung. An die Landgrafen von Thüringen gelangte die nunmehrige Stadt 1374. 1572 fiel sie an die Linie Sachsen-Coburg. Als diese 1638/40 ausstarb, fiel Hildburghausen an Sachsen-Altenburg, 1672/80 an Sachsen-Gotha, .
Die an der Straße von Eisenach nach Nürnberg regelmäßig angelegte Stadt galt 1307 als oppidum. Der 1314 bezeugte Rat besaß die Niedergerichte. Die 1331 erwähnten Juden weisen auf regen Fernhandel hin. Die Bewohner lebten von Landwirtschaft, Handwerk und besonders Tuchmacherei. 1528 wurde eine Ratsschule eingerichtet. Hildburghausen litt sehr an den Folgen des Dreißigjährigen Krieges. In dieser Zeit ging die Einwohnerzahl von 2.500 auf 700 zurück. Ab 1680 war die Stadt Residenz der Fürstentums Sachsen-Hildburghausen, ab 1702 mit voller Landeshoheit, was allerdings nur geringe wirtschaftliche belebung brachte. Die 1717 eingewanderten Hugenotten siedelten sich in der 1710 angelegten Neustadt an; sie führten die Woll- und Strumpfwirkerei ein. Das Schloß wurde 1685/95 erbaut (1945 durch amerikanischen Beschuss zerstört), das Regierungsgebäude um 1760. 1826 fiel die Landeshoheit an Sachsen-Meiningen, das am 5. November 1918 Volksstaat/Freistaat wurde, und ging mit diesem am 1. Mai 1920 im Land Thüringen auf. Seit 1868 ist Hildburghausen Kreisstadt.
Meyers Bibliographisches Institut, das 1828 von Gotha nach Hildburghausen, 1874 aber nach Leipzig verlegt wurde, war für die Stadt von besonderer Bedeutung. In diesem Unternehmen fand 1836 auch der erste Streik deutscher Buchdrucker statt. 1858 erhielt die Stadt mit der Werrabahn Eisenbahnanschluss nach Eisenach und Coburg. 1908 organisierten sich die Arbeiter in der SPD, ab 1920 auch in der KPD.
Die Stadt hatte schon zu Zeiten des Grafen Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen, 1324, ein Wappen: über einer Stadtmauer mit zwei Türmen eine Henne. 1374 erhielt Hildburghausen auf Grund von Besitzveränderungen ein neues Siegel und Wappen. Bertholds Urenkelin Margarete heiratete Balthasar, Landgraf von Thüringen und Markgraf von Meißen aus dem Haus Wettin. Sie brachte als Heiratsgut ihr mütterliches Erbe, die Städte und Gerichtsbezirke Hildburghausen, Eisfeld, Heldburg-Ummerstadt in die Ehe. So erhielt Hildburghausen das Wappen mit den vier Löwen: zweimal den silbern-roten thüringischen und zweimal den schwarzen meißnischen Löwen. Unter Heraldikern gilt es als eines der schönsten Löwenwappen.
| 1833 bis 1992 1993 bis 1999 2000 bis 2004 |
| PDS | 8 Sitze |
| CDU | 4 Sitze |
| SPD | 3 Sitze |
| Feuerwehr | 3 Sitze |
| Freie Wähler | 5 Sitze |
| * | 1 Sitz |
Das kleine Herzogtum Sachsen-Hildburghausen leistete sich nach dem Bau des Schlosses und eines Parks 1721 die Errichtung eines Ball- und Fechthauses. Doch schon 1755 wurde es zum Theater umgebaut. Die Fürsten waren eben doch eher den feinen Künsten zugetan, wofür Hildburghausen später noch sehr bekannt werden sollte. Die Anfänge des Hoftheaters reichen dann bis ins Jahr 1765 zurück, offiziell begründet Herzog Ernst Friedrich Carl das Hoftheater aber erst 1794. Einen ersten umfassenden Umbau und eine damit verbundene Restaurierung erfuhr das Gebäude dann wieder in den Jahren 1890/91. Zwischen 1976 und 1978 erfolgte die letzte Sanierung des Hauses. In den nächsten Jahren aber wird das Theater einer umfassenden Sanierung unterzogen und dabei in eine moderne, multifunktionale Spielstätte verwandelt.
Die heutige Thüringen-Philharmonie Gotha-Suhl beispielsweise wurde hier 1953 ins Leben gerufen - damals als Kreiskulturorchester des Kreises Hildburghausen, bevor es später nach Suhl umzog. Auch das erste Kindertheater Deutschlands wurde hier gegründet, das war schon im Jahre 1805, und 1765 wurde hier sogar die erste Schauspielschule Deutschlands eröffnet. Der auch in Meiningen tätige Max Reger gründete hier einen Theaterchor und wirkte zwischen 1911 und 1914 als Dirigent und Musikpädagoge.
Hildburghausen - Bismarckturm.jpg
Man genießt eine gute Rundumsicht zum Dolmar (740m) bei Meiningen, zum Thüringer Wald, zum Bleßberg (865m) bei Eisfeld, zur Veste Coburg (464m), zur Burgruine Straufhain (449m) und zu den Gleichbergen (679 und 641m).
Bild:Dolmar.jpg|Dolmar Bild:Blessberg.jpg|Bleßberg Bild:Straufhain.jpg|Straufhain Bild:Gleichberge.jpg|Gleichberge
Um 1890 erstreckte sich die industrielle Tätigkeit vorzüglich auf Fabrikation von Papiermaché-, Spiel- und Meterwaren, landwirtschaftlichen Maschinen, Mineralwässern und kondensierter Milch, Suppentafeln, Büffelhornarbeiten, Backsteinen etc.
In der Nähe von Hildburghausen wurde 1833 das aus dem Trias stammende Chirotherium gefunden.
Ort in Thüringen | Ehemaliger Residenzort in Thüringen | Landkreis Hildburghausen
Hildburghausen | Hildburghausen | Hildburghausen (stad) | Hildburghausen | Hildburghausen
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