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Hieronymus von Prag (* ca. 1365 in Prag; † 30. Mai 1416 in Konstanz, tschechisch: Jeroným Pražský) war ein böhmischer Gelehrter und Mitbegründer der hussitischen Bewegung, in einigen Ansichten sogar radikaler als Jan Hus selbst; es war ihm dabei ein wesentliches Anliegen, eine mögliche Kirchenreform auf Grundlage der ursprünglichen Überlieferung durchzuführen.

Außerdem war er ein Anhänger von John Wyclif und involviert ins Kuttenberger Dekret von 1409. Um die Grundgedanken der Reform zu verbreiten, unternahm Hieronymus zahlreiche Reisen - so auch in das Königreich Polen - Litauen, wo er wahrscheinlich im Jahre 1413 in Gemeinschaft mit der Orthodoxen Kirche trat.

Als Jan Hus auf dem Konstanzer Konzil verhaftet wurde, eilte Hieronymus nach Konstanz, um ihm zu helfen. Als er erfuhr, dass er auch verhaftet werden sollte, machte er aber kehrt, wurde aber dennoch in Bayern kurz darauf verhaftet. Vor der sicheren Gewissheit des Scheiterhaufens widerrief er seine Aussagen, weshalb er zunächst nur zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Kurz darauf distanzierte er sich wiederum von seinem Widerruf und wurde schließlich 1416 in Konstanz verbrannt.

Biographie


  • František Šmahel: Jeroným Pražský, Prag 1966
  • František Šmahel: Univerzitní kvestie a polemiky Mistra Jeronýma Pražského, Acta Universitatis Carolinae Pragensis - Historia Universitatis Carolinae Pragensis 22, 1982

Weblinks


Tscheche | Mann | Geboren 1365 | Gestorben 1416

Jeroným Pražský | Jerome of Prague | Jeroným Pražský

 

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