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Oberägypten.jpg Nekhen oder Nechen (griech. Hierakonpolis, arab. Kom El-Ahmar) war das religiöse und politische Zentrum Oberägyptens am Ende der prädynastischen wie möglicherweise auch noch während der frühdynastischen Zeit (32.–28. Jh. v. Chr.). Hier hatte der Gott Horus einen der ältesten Tempel Ägyptens, der immer noch eine wichtige Kultstätte blieb, nachdem die Stadt Nekhen selbst ihre Bedeutung verloren hatte. Die Siedlungsursprünge reichen in die späte Badari-Kultur oder in die Naqada-I-Kultur zurück (Mitte 5. Jt. v. Chr.). Auf dem Höhepunkt seiner Besiedlung zählte Nekhen 5.000-10.000 Einwohner.

Die Erforschung der Stätte begann bereits mit der ägyptischen Expedition Napoléon Bonapartes 1798 und wird auch noch heute weitergeführt. In der „Hauptschatzkammer“ des Tempels fand man so wichtige Artefakte wie den Keulenkopf des Königs Skorpion II. und die Prunkschminkpalette des Narmer. Unter der Architektur sticht ein „Fort“ heraus, ein mit Ziegelsteinen ummauerter Bezirk aus der Zeit des Königs Chasechemui, der ähnlich massiven Konstruktionen bei Abydos vergleichbar ist. In den Friedhofsbereichen, darunter die Nekropole einer Oberschicht, haben sich Zeugnisse der Mumifikation von Menschen und Tieren erhalten. Diese und Masken- sowie Figurenfunde weisen auf die lange Tradition der altägyptischen Bestattungsriten hin.

Weblinks


Archäologischer Fundplatz in Ägypten | Antike ägyptische Stadt | Archäologie (Ägypten)

Nekhen | Nekhen | Nekhen | Hierakompolis | Nekhen | Иераконполь

 

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