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Imjin-Krieg
Koreanischer Name
Hangeul 임진 왜란
Hanja 壬辰倭亂
Revidierte Romanisierung Imjin Waeran
McCune-Reischauer Imjin Waeran
Japanischer Name
Japanisch 文禄・慶長の役
Hepburn Rōmaji Bunroku Keicho no Eki
Chinesischer Name
Traditionell 壬辰衛國戰爭
Vereinfacht 壬辰卫国战争
Pinyin rénchén wèi guó zhànzhēng

Als Imjin-Krieg wird der siebenjährige Invasionskrieg (15921598) der japanischen Streitkräfte in Korea bezeichnet.

Vorgeschichte


An der Schwelle zum 16. Jahrhundert brachte ein Riss in der Herrschaftsschicht der Joseon-Dynastie Korea in politische Schwierigkeiten. Viele Bauern verarmten, und die Nationalverteidigung war geschwächt. Die in den drei Hafenstädten Chep'o, Yŏmp'o und Busanp'o lebenden Japaner nutzten die Gelegenheit und begannen einen Krieg. In den südlichen Küstengebieten nahmen japanische Invasionen und Einbrüche zu.

In Japan traf Toyotomi Hideyoshi Vorbereitungen für einen umfassenden Invasionskrieg mit Korea. Aber Korea war sich zu dieser Zeit nicht der japanischen Absichten bewusst und war daher nicht vorbereitet, die japanische Aggression zu kontern.

Erste Invasion


Am 14. April 1592 drangen etwa 160.000 japanische Soldaten mit 700 Schiffen in Korea ein. Der Imjin-Krieg begann. Anfangs erlitten Koreas Streitkräfte eine Niederlage nach der anderen. Die japanische Armee drang bis zu den Provinzen P'yŏngan-do und Hamgyŏng-do vor. Auf See dagegen errang die viel kleinere Flotte Koreas unter dem Kommando Yi Sunsins wiederholt entscheidende Siege. Unter den etwa 100 Schiffen befanden sich auch etwa zwei Dutzend Schildkrötenschiffe – die ersten seetüchtigen gepanzerten Kriegsschiffe überhaupt.

Landesweit organisierte die Bevölkerung loyale Armeen. Diese unterstützten die Regierungsstreitkräfte im Kampf gegen die Japaner. Auch Ming-China unterstützte Korea militärisch. Auf diese Weise wurde die japanische Armee schließlich geschlagen und in Richtung Süden getrieben. In den folgenden drei Jahren gab es Waffenstillstandsverhandlungen. Diese Gespräche aber brachen ergebnislos zusammen.

Zweite Invasion


Japan begann 1597 mit etwa 140.000 Soldaten eine neue Invasion Koreas. Diesmal schloss sich Korea mit der Mingarmee zusammen und verdrängte die nach Norden marschierenden Japaner zurück. Yi Sunsin übernahm erneut das Kommando über Koreas Flotte und fügte den japanischen Seestreitkräften eine vernichtende Niederlage zu. Yi Sunsin zerstörte die japanische Flotte bei ihrer Flucht in Noryang. Er selbst fiel in der Seeschlacht. 1598 war der siebenjährige japanische Krieg beendet.

Die Ursache für Koreas Erfolg war, dass die gesamte Nation eine Kampfallianz gegen die Japaner gebildet hatte und diesen dann starken Widerstand leistete. Zu den großen Siegen im Imjin-Krieg gehörten Yi Sunsins Triumph vor der Insel Hansan, Gwon Yuls Erfolg in Haengju und die von Gim Simin angeführte Schlacht in Jinju. Sie sind bis heute als die Drei Großen Siege bekannt. Unter den Generälen, die Freiwilligenarmeen angeführt hatten, spielten insbesondere Gwak Jaeu, Go Gyeongmyeong, Jo Heon, Gim Jeonil und Jeong Munbu entscheidende Rollen.

Siehe auch


Literatur


  • Marion Eggert, Jörg Plassen: Kleine Geschichte Koreas, Beck, 2005, ISBN 3406528414
  • Carter J. Eckert, Ki-Baik Lee: Korea Old and New: A History, 2002, ISBN 8933702091
  • Harold Hakwon Sunoo: A History of Korea, Xlibris Corporation, 2006, ISBN 1425709486

Koreanische Geschichte | Japanische Militärgeschichte | Krieg | 16. Jahrhundert

Imjin War | Guerre Imjin | 文禄・慶長の役 | 임진왜란 | Семилетняя война (Корея) | 壬辰衛國戰爭

 

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