HexenverbrennungWR.jpg Hexenverbrennungen fanden in der frühen Neuzeit (15.-17. Jahrhundert, siehe auch das Mittelalter), in der Zeit des Humanismus, bis in das 19. Jahrhundert hinein statt. Es war die gängigste und zugleich grausamste Methode Männer und Frauen, denen man vorwarf, mit dem Teufel im Bunde zu stehen, hinzurichten (vermutlich 40.000-60.000 Opfer).Um die Schuld der Angeklagten zu beweisen, gab es verschiedene Methoden, z. B. die Wasserprobe. Man fesselte die Angeklagte und warf sie ins Wasser. Schwamm sie an der Oberfläche, war sie der Hexerei überführt. Ging sie unter, starb sie sowieso. Oder man stach in eine auffällige Hautstelle, wie z.B. ein Muttermal. Trat kein Blut aus, so war ihre Schuld bewiesen, da man glaubte, dass Hexen und Zauberer blutleer sind. Es wurden hauptsächlich Frauen angeklagt. Der Grund dafür ist, dass man meinte, dass Frauen leichtgläubiger sind als Männer. Man versuchte, dies biologisch zu erklären: Frauen verlieren jeden Monat Blut bei ihrer Menstruation und werden deshalb geschwächt. Daher sind sie ein leichteres Opfer für den Teufel Üblicherweise wurden die Hexen an einen Pfahl inmitten eines Reisighaufens gefesselt, woraufhin letzterer entzündet wurde. Als ein Akt der Gnade galt die vorherige Enthauptung, Erdrosselung oder das Umhängen eines Pulversäckchens um den Hals. Christian Thomasius beobachtete, dass die Angeklagten erst "gestanden" wenn die Schmerzen der Folter nicht mehr auszuhalten waren. Auf Grund des Buches, was er zu diesem Thema verfasste, gab König Friedrich Wilhelm den Befehl, die Prozesse zu beenden.
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