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Heusweiler
 

Wappen Karte
Heusweil.jpg Karte_Heusweiler_Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Stadtverband Saarbrücken
Fläche: 39,94 km²
Einwohner: 20.081 (31. März 2005)
Bevölkerungsdichte: 503 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 66259 - 66265
Telefonvorwahl: 06806
Geografische Lage:
Höhe: 240 m ü. NN
Kfz-Kennzeichen: SB
Gemeindeschlüssel: 10 0 41 513
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Saarbrücker Str. 35
66265 Heusweiler
Offizielle Website: www.heusweiler.de
E-Mail-Adresse: info@heusweiler.de
Politik
Bürgermeister: Rainer Ziebold (SPD)
Gemeinderat:
(Wahl am 13. Juni 2004)
CDU 43,9 % (-5,0) - 17 Sitze (-3)
SPD 37,1 % (-1,0) - 15 Sitze (-1)
NÖL 12,5 % (+4,4) - 5 Sitze (+2)
FDP 6,5 % (+4,2) - 2 Sitze (+2)
Andere 0,0 % (-2,6) - 0 Sitze (=)
Heusweiler ist eine saarländische Gemeinde des Stadtverbandes Saarbrücken. Ihr gehören die Ortsteile Eiweiler, Heusweiler, Holz, Kutzhof, Nieder- und Obersalbach sowie Wahlschied an.

Geschichte


Die erste urkundliche Erwähnung Heusweilers datiert aus dem Jahr 1274. Den Brüdern Moemund und Joffried wird von der Grafschaft Saarbrücken der Hof zu Huswilre zu Lehen übertragen. Daß Heusweiler jedoch schon bedeutend früher besiedelt war, beweisen verschiedene Funde aus der Römerzeit. So fand man im Jahr 1841 bei der Beseitigung des Abraumes über einem Steinbruch im Distrikt Axenbüsch, dem heutigen Kirschhof, die Reste einer großen "villa rustica". Weitere Funde wurden bei den Bauarbeiten für die Köllertalbahn im Jahre 1908/1909 gemacht, unter anderem ein Urnengräberfeld aus keltoromanischer Zeit. Im Jahre 1471 wurde Heusweiler völlig zerstört, als der Reichsgraf Ludwig der Schwarze, Herzog von Zweibrücken, raubend und plündernd durch das Köllertal zog. Auch von den Wirren des 30jährigen Krieges blieb Heusweiler nicht verschont. In einem Bericht des Saarbrücker Rentmeisters Klicker aus dem Jahre 1635 zieht dieser eine grauenvolle Bilanz: "Wo ehedem Dörfer standen. waren nur noch Steinhaufen. Auf den Dörfern ist fast niemand mehr, sondern die Untertanen sind teils verstorben, teils aus dem Land entwichen, sich Hungers und der Soldateska zu erwehren. Der Heusweiler Hof oder Maierei ist so halb abgebrannt und wenig Untertanen am leben, der Köllertaler Hof ist soviel als ganz ausgestorben."

Vorläufer der heutigen Großgemeinde waren die ehemaligen Maiereien, die während der französischen Besatzung (1793-1814) die Bezeichnung "Mairien" führten. Zur Mairie Heusweiler gehörten damals schon im wesentlichen alle Ortsteile, die auch heute noch in ihr vereinigt sind. Lediglich Kurhof, Obersalbach, und Niedersalbach waren der Mairie Sellerbach angeschlossen. Nach dem Frieden von Paris am 30.Mai 1814 kam das linke Rheinufer und somit auch Heusweiler unter preußische Herrschaft. Aus der Mairie Heusweiler wurde die Bürgermeisterei Heusweiler, in welche 1816 auch Obersalbach, Kurhof und 1892 Niedersalbach eingegliedert wurden.

Aus den ehemals selbständigen Gemeinden Heusweiler, Eiweiler, Holz, Wahlschied, Kutzhof, Niedersalbach und Obersalbach-Kurhof wurde im Jahre 1974 im Zuge der Gebiets-- und Verwaltungsreform die heutige Großgemeinde Heusweiler gebildet. Mit rund 40 km² ist Heusweiler nach den Städten Saarbrücken und Völklingen flächengrößte Gemeinde im Stadtverband Saarbrücken.

Im Ortsteil Bietschied wurden im Zweiten Weltkrieg Personen, die von Nationalsozialisten gesucht wurden (abgeschossene alliierte Kampfpiloten, flüchtige Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter) von der Fluchthelfergruppe Junger Bundschuh versteckt, um sie anschließend ins Ausland zu schleusen.

Einwohner


(jeweils zum 31. Dezember)

Politik


Bürgermeister

Städtepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Heusweiler liegt im Schnittpunkt zweier Bundesautobahnen, und zwar der A 1 und der A 8. Über die A 8 (Perl - Bad Reichenhall) verfügt Heusweiler über einen unmittelbaren Autobahnzugang nach Luxemburg.

Der Ausbau der Saarbahn, einer Schienenschnellbahn, der derzeit im Gange ist, wird Heusweiler, das über keine Eisenbahnverbindung verfügt, verkehrstechnisch noch besser an Saarbrücken anbinden.

Kultur


Ölmühle Berschweiler

Die Ölmühle Berschweiler stellt eine Besonderheit der Mühlen im Saarland da. Sie wurde in den Jahren 1767 bis 1779 erbaut im Heusweiler Ortsteil Berschweiler. Bereits im Jahre 1472 ist sie als Lohmühle urkundlich erwähnt wurden. Die Ölmühle Berschweiler wurde vom Wahlschieder Bach durch ein oberschlächtiges Mühlrad angetrieben. Zur Ölgewinnung wurden Raps (sechs Zentner Raps ergaben 150 Liter Öl), Mohn, Nüsse und Bucheckern gepresst. Nach 1939 kam die Mühle nicht mehr zum Einsatz, obwohl sie noch vollständig funktionsfähig war. Die weitgehend hölzerne Mühlentechnik der Ölmühle Berschweiler (Kollergang, Presswerk, Wärmeofen und Walzenmühle) ist noch nahezu in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Die Ölmühle steht seit 1979 unter Denkmalschutz und zählt heute zu einem der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Region.

Medien


Heusweiler ist Standort des leistungsstärksten Rundfunksenders der ARD. Siehe Sender Heusweiler.

Weblinks


Ort im Saarland

Heusweiler

 

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