Das Hessische Staatstheater in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist ein Fünf-Sparten-Theater. Das Theater verfügt über die vier Bühnen Großes Haus (1041 Plätze), Kleines Haus (328 Plätze), Studio (89 Plätze) und die externe Spielstätte Wartburg (seit 2003). Es hat ca. 600 Beschäftigte.
1975 bis 1978 wurde der Zuschauerraum aufwendig saniert und teilweise nach historischem Vorbild rekonstruiert (Deckengemälde, Farbgebung, Stuckapplikationen etc.). Weiterhin wurde die Technik modernisiert und ein großer Anbau für Proberäume, Werkstätten, Intendanz und Verwaltung angefügt. Die Aussenansicht des Foyers ist seitdem zum größten Teil den Blicken der Öffentlichkeit entzogen.
Die Rückseite des Theaters wurde als Schauseite ausgeführt. Hier befindet sich ein klassischer Säulenportikus mit reich verziertem Giebel. Die Giebel-Inschrift lautet: Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie!
Davor breitet sich ein Landschaftspark (Warmer Damm) aus. Ein Denkmal von Friedrich Schiller steht direkt vor der nur der Ästhetik dienenden Auffahrt.
Kaiser Wilhelm II besaß eine eigene Einfahrt für seine Kutsche, (die sog. "Kaiserfahrt"), in der er seine Loge von der Wilhelmstraße durch den Keller direkt erreichen konnte.
Der moderne Anbau aus den Jahren 1975 bis 1978 wurde in Kontrast zum Altbau in Glas und mit einer Bleiverkleidung ausgeführt.
Pro Jahr gibt es mehr als 20 Neuinszenierungen in Oper, Schauspiel und Ballett. Es wird von klassischen Werken über Stücke der dramatischen Gegenwartsliteratur bis zum modernen Musiktheater alles angeboten. Bis zu vier Vorstellungen können pro Tag gegeben werden, da alle vier Bühnen parallel bespielt werden können.
Als Besonderheit bietet das Staatstheater auch jungen Menschen ein breites Spektrum an Inszenierungen. Es ist bundesweit das einzige Staatstheater mit eigenem professionellem Ensemble, das sich ausschließlich der Inszenierung von Kinder- und Jugendtheater widmet. Das sogenannte "Junge Staatstheater" erarbeitet dabei sehr häufig eigene Fassungen bekannter, auch zeitgenössische Kindergeschichten.
Weiterhin gibt es noch das "Jugendclub-Theater". Dies bietet talentierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich im Jugendclub-Theater "auszuprobieren". Jedes Jahr findet dazu ein Casting statt, bei dem neue Ensemble-Mitglieder für das jeweils vorgesehene Stück, meistens ein Musical, ausgesucht werden. Es folgen dann professionelle Proben, bei denen besonders auf Gesang, Tanz und Schauspiel eingegangen wird. Die erfolgreichen Inszenierungen sprechen für sich und so hat sich der Jugendclub in den letzten Jahren zur festen Institution in der Jugend-Theater-Szene entwickelt.
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"Hessisches Staatstheater".
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