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Eine Herztransplantation ist die Transplantation eines Herzens von einem Organspender zu einem Empfänger.

Definition


Allgemein wird mit Herztransplantation die Organverpflanzung zwischen Menschen bezeichnet.

Dabei wird das noch biologisch aktive Herz eines für tot erklärten Organspenders einem Empfänger eingepflanzt. Diese Feststellung des Hirntods wird von einem Ärztegremium getroffen, welches unabhängig vom transplantierenden Ärzteteam diese Diagnose fällt.

Immunsuppression


Da eine Abstossungsreaktion in jedem Falle unterdrückt werden muss, ist die Notwendigkeit einer Immunsuppression lebenslang gegeben. Hierzu ist die Beobachtung der Immunreaktion von entscheidender Bedeutung, so dient z.B. die Echokardiografie (Ultraschall des Herzens) als massgebliche Beurteilungsmethoden. Im Langzeitverlauf werden als immunsuppressive Therapie meist eine Kombination aus Cyclosporin und Azathioprin oder Mycofenolat verwendet.

Risiken


Eine Herzransplantation ist ein tiefgreifender und mit erheblichen Risiken behafteter Eingriff, dessen Nutzen genau abgewogen werden muss. Bei einer deutschlandweiten Studie Transplantationsstudie (engl.) wurde festgestellt, dass die Transplantation nur für Patienten mit hohem Risiko statistisch von Vorteil war.

Geschichte


Die erste experimentelle Herztransplantation fand 1905 in Wien an einem Hund statt Erste Herztransplantation der Medizingeschichte. Die weltweit erste erfolgreiche kurative Herztransplantation am Menschen wurde 1967 von Christiaan Barnard durchgeführt. In Deutschland wurde die erste erfolgreiche Herztransplantation 1981 am Deutschen Herzzentrum München durchgeführt Erste erfolgreiche deutsche Herztransplantation. Im Jahr 2004 wurden in 24 Kliniken in Deutschland insgesamt 398 Herztransplantationen durchgeführt.

Herztransplantation bei Kindern


Bei angeborenen oder erworbenen Herzfehlern stellt die Herztransplantation eine der wenigen, mitunter sogar die einzige therapeutische Möglichkeit dar. 1985 erfolgte in den USA die ersten Herztransplantationen, die erfolgreich bei Kleinkindern und Säuglingen angewendet wurden.

Seit 1988 erfolgen derlei Operationen auch z.B. im Universitätsklinikum Giessen, welches seither 75 Kinder einer Herztransplantation (HTX) zugeführt hat. Durchschnittlich erfolgen in Giessen seit 1995 ca. 8 – 10 Transplantationen pro Jahr; die überwiegende Mehrzahl der Kinder sind jünger als ein Jahr. In überwiegender Mehrzahl können die transplantierten Kinder ein weitgehend normales Leben führen und sind körperlich uneingeschränkt belastbar.

In den meisten Fällen ist das sogenannte Hypoplastische Linksherz-Syndrom als Operationsgrund gegeben, ferner ist die sogenannte dilatative Kardiomyopathie die zweithäufigste zugrundeliegende Erkrankung.

Die durchschnittliche Wartezeit beträgt in etwa 50 Tage, hilfsweise wird diese bis zur HTX mit einem mechanischen Herz – Unterstützungssystem überbrückt.

Die Sterblichkeit/Letalität liegt innerhalb der ersten 4 Wochen nach einer HTX bei durchschnittlich 5%.

Weblinks


Quellen


Transplantationsmedizin | Kardiologie

 

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