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Das Herzogtum Schwaben (lat. Suevia oder Alamannia) war neben Bayern, Franken, Lothringen und Sachsen eines von fünf Stammesherzogtümern im ostfränkischen Reich. Es umfasste mehr als den Südwesten des heutigen Deutschland, wurde vom Lech im Osten und den Vogesen im Westen begrenzt, im Norden reichte es etwa bis Ellwangen, Cannstatt und Calw, im Süden bis Chiavenna und dem Gotthardpass.

Politisch bestand das Herzogtum Schwaben etwa 350 Jahre, von 911 bis 1268, also bis zum Ende der Staufer und dem Ende der Stammesherzogtümer überhaupt, rechtlich wurde es erst 1806 zusammen mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aufgelöst.

Als Gründungsjahr des Herzogtums wird von manchen das Jahr 911 angesehen, das Jahr, in dem der letzte Karolinger, Ludwig das Kind, starb, und mit Konrad I., bislang Herzog von Franken, der erste Stammesherzog zum deutschen König gewählt wurde, von manchen hingegen das Jahr 915, als der erste Herzog ernannt wurde. Die vier Jahre dazwischen sind die Zeit, in der die regionalen alemannischen und rätischen Adligen in einer blutigen Auseinandersetzung die Vorherrschaft zu erringen versuchten. Faktisch aber bestand ein Herzogtum Alamannien als Vorläufer Schwabens schon seit der Völkerwanderung, wurde dann aber von den Franken unterworfen. Spätestens seit dem Jahr 829 löste es sich dann wieder aus dem Frankenreich heraus.

Liste der Herzöge von Schwaben


Geschichte


Entstehung Schwabens

Nach dem Ende des Herzogtums der Alemannen (Alemannien) 746 entstand 829 das "regnum Sueviae" – das "Königreich Schwaben" in dessen Gebiet. Es wurde von Ludwig dem Frommen für seinen Sohn Karl den Kahlen, aus den Dukaten (Herzogtümern) Elsass, Alemannien und Rätien gebildet. Im Vertrag von Verdun 843 fiel dieses Gebiet an Ludwig den Deutschen und somit an das Ostfrankenreich.

Burchardinger, Konradiner und Ottonen

Der 915 vom ostfränkischen König Konrad I. als Herzog eingesetzte Pfalzgraf Erchanger von Schwaben, wurde bereits nach zwei Jahren auf Befehl des gleichen Königs hingerichtet. Ihm folgte mit Burchard II., dem Markgrafen von Rätien (womit man zu der Zeit nur noch den Oberlauf des Rheins bezeichnete), sein langjähriger Konkurrent, der sich in diesem Amt auch länger halten konnte, unter anderem dadurch, dass er den Burgunderkönig Rudolf II., seinen Nachbarn im Südwesten 922 zu seinem Schwiegersohn machte – und ihm das Land westlich der Reuss und südlich des Rheins, im wesentlichen also den Aargau, abtrat (womit dieses Gebiet erst einmal aus dem Reichsverband ausschied), während dessen Bruder Ludwig Graf in Burchards Thurgau wurde. Seine weiteren Versuche hingegen, in seinem Stammland Besitz und Macht zu sichern, kosteten ihn am Ende sein Leben, und brachten ihm trotz Klostergründungen den Nachruf seitens kirchlicher Chronisten aus St. Gallen und Reichenau ein, ein Kirchenräuber gewesen zu sein.

Sein Tod 926 und der damit neu eröffnete Kampf um die Nachfolge wurde von König Heinrich I. dadurch entschieden, dass er das Herzogtum auf dem Reichstag zu Worms im gleichen Jahr an einen außenstehenden Verwandten vergab – und damit endgültig klar stellte, wer für die Investitur der Herzöge von Schwaben zuständig war (der König), und wer nicht (der Adel des Landes). Heinrich bestimmte den Franken und Konradiner Hermann zum Herzog, der Burchards Witwe Reginlinda heiratete und damit der ob der Vorgehensweise des Königs aufkommenden Front der schwäbischen Adligen gegen ihn erst einmal die Spitze nahm. Allerdings musste er weitere Konzessionen in der heutigen Schweiz machen: St. Gallen wurde endgültig dem Schutz des (deutschen) Königs unterstellt, das Bistum Chur erhielt Reichsgut zugesprochen, das der Herzog bislang selbst genutzt hatte... Dem mit dem König verwandten neuen Herzog von Schwaben wurden seien Grenzen aufgezeigt, und er fügte sich.

Andererseits avancierte das Land aufgrund der politischen Interessen der Ottonen zum Dreh- und Angelpunkt europäischer Machtpolitik: die Herrschaft über die Alpenpässe unterstützte die Interessen in Italien, die Herrschaft über die Burgundische Pforte die Interessen in Burgund. Kein Wunder, dass König (und später Kaiser) Otto der Große nach Hermanns Tod auf dem Reichstag zu Worms (950) das Herzogtum seinem eigenen Sohn Liudolf überantwortete – nachdem dieser kurz vor Hermanns Tod dessen Erbtochter Ida geheiratet hatte.

Allerdings erwies sich dieser Schachzug als Fehler, da Liudolf mit Unterstützung von Bayern (seinem Vetter Heinrich der Zänker) und Lothringen bald darauf gegen seinen Vater rebellierte, in der Folge erst das Herzogtum verlor (954) und drei Jahre später auch das Leben (957). Der Nachfolger, den Otto nun aussuchte, war jemand, der alle Seiten zufrieden stellen konnte: der Schwabe Burchard II., Sohn des ersten Burchard, verheiratet mit Hadwig, der Schwester des aufrührerischen Bayernherzogs und Nichte des Königs; er und vor allem Hadwig beherrschten das Land vom Hohentwiel aus, erst offiziell bis zu Burchards Tod 973, dann inoffiziell die Witwe bis 994 – obwohl das Herzogtum wieder an die Sachsen zurückfiel, diesmal an Otto I., den Sohn des aufrührerischen Liudolf und damit Enkel zum einen des kurz zuvor gestorbenen gleichnamigen Kaisers, zum anderen des früheren Herzogs Hermann I.- und Neffen des neuen Kaisers Otto II.; wie zu erwarten erwies sich Otto als wertvolle Stütze des Königs, starb allerdings unverheiratet und kinderlos bereits 982 auf einem Italienfeldzug, und damit für die Interessen des Herrscherhauses viel zu früh.

Das Herzogtum Schwaben ging nun wieder auf die Franken über, auf Konrad, einen Verwandten Hermanns I., vor allem aber wohl der Schwager Liudolfs, dem es auch erstmals gelang, den Titel in der Familie zu halten: Hermann II. war sein Sohn, Hermann III. dessen Sohn, Ernst I. der Schwiegersohn Hermanns II., sowie Ernst II. und Hermann IV., den Söhnen von Ernst I., so dass sich nun für mehr als fünfzig Jahre erstmals so etwas wie dynastische Kontinuität ergab – wenn auch nicht vom Amtsinhaber geplant.

Die Einsetzung des kaisertreuen Konrad wurde 983 auf dem Hoftag in Verona dokumentiert; er und seine Nachfolger wurden „dux Alemannorum et Alsatiorum“ (oder „Herzog der Schwaben und Elsässer“ wie in einer königlichen Urkunde von 988) genannt, Straßburg galt als ihre Hauptstadt („caput ducatus“), der Schwerpunkt des Herrschaftsgebietes verlagerte sich deutlich nach Norden.

Als jedoch Hermann II. auch noch deutscher König werden wollte, und dabei dem Bayernherzog Heinrich (dem Sohn des Zänkers) unterlag, der als Heinrich II. 1002 die Königswahl gewann, wurden er und seine Familie in der Folge in ihre Schranken gewiesen: Heinrich trennte den Elsass ab und übernahm die Regierung des Herzogtums selbst, ein Zustand, der bis zur Jahrhundertmitte faktisch (nicht rechtlich) erhalten blieb.

Hermann II. war 1003, ein Jahr nach der verlorenen Königswahl, gestorben, sein einziger Sohn Hermann III. starb 1012 unmündig und kinderlos. Heinrich gab das Herzogtum erneut an einen Auswärtigen, Ernst, einen jüngeren Sohn aus dem Haus der Markgrafen der Marcha Orientalis (Ostarrichi, das spätere Österreich), einem Zweig der Babenberger, der als Ernst I. das Amt antrat, sich kurz darauf durch die Hochzeit mit Gisela, der Tochter seines Vorgängers, weiter legitimierte, und dem innerhalb der drei Jahre, die ihm bis zu dem als Jagdunfall getarnten Racheakt, dem er zum Opfer fiel, zwei Söhne geschenkt wurden, Ernst II. und Hermann IV., die nacheinander seine Nachfolger werden sollten.

Die Salier

Während der Unmündigkeit von Ernst II. übernahm seine Mutter Gisela die Regentschaft, blieb dabei aber nicht ledig. Sie heiratete Ende 1016 oder Anfang 1017 Konrad von Speyer, von dem sie noch im Oktober des Jahres einen weiteren Sohn, Heinrich, bekam. Konrad wurde, als mit Kaiser Heinrich II. das Sachsenhaus 1024 ausstarb, zu seinem Nachfolger (Konrad II.) gewählt und 1027 bereits zum Kaiser gekrönt, Heinrich war der designierte Nachfolger Heinrich III. – das Herrscherhaus der Salier war angetreten, und die schwäbische Herzogstochter Gisela war ihre Stammmutter.

Die Herrschaft des Königs über das Herzogtum Schwaben war damit gesichert. Ernst II. jedoch versuchte die Bevormundung abzuschütteln, rebellierte gegen seinen Stiefvater, kaum dass er erwachsen geworden war – nicht zuletzt auch, weil er durch seine Großmutter Gerberga von Burgund, der Ehefrau des Herzogs Hermann II. mittlerweile als Erbe des Königreichs Burgund in Betracht kam, nachdem der dortige Herrscher, Rudolf III., Gerbergas Bruder, als einziger Sohn seines Vaters selbst kinderlos war. Seine Erbansprüche waren allerdings nur aufgrund seines Alters vorrangig vor denen seines Bruders Hermann – und vor denen des Königssohns Heinrich, den sein Vater, der Kaiser, aus nachvollziehbaren Erwägungen eher als Erben sah. Die Rebellion des Herzogs schlug fehl, Ernst wurde 1030 bei der Burg Falkenstein im Schwarzwald erschlagen. Das burgundische Erbe ging wie geplant an Heinrich, und Hermann, der noch unmündige mittlere Sohn Giselas konnte froh sein, dass ihm das Herzogtum Schwaben gelassen wurde. Hermann IV. starb selbst bereits acht Jahre später, woraufhin der Kaiser das Herzogtum einzog und nicht an dessen Kinder weitergab, die sich mit den Grafschaften Kastl und Sulzbach begnügen mussten.

Der Widerstand des Herzogs Ernst II. ist in die Sage von Herzog Ernst von Bayern eingegangen – hat allerdings mit der historischen Wahrheit nur insoweit zu tun, als dass der Name und die Opposition zum Kaiser stimmt; der Rest ist Poesie.

Erst 1045 setzte Heinrich einen neuen Herzog ein; seine Wahl fiel auf den lothringischen Pfalzgrafen Otto, Herzog Otto II., und als dieser bereits nach drei Jahren starb, auf den Markgrafen Otto von Schweinfurt aus dem fränkischen Zweig der Babenberger, der in neun Jahren Amtszeit als Otto III. ebenfalls kaum Akzente setzen konnte. Mittlerweile jedoch führte das Fehlen eines starken Herzogs im Land und dessen Abhängigkeit vom König, zu einem Erstarken der nächsten Ebene: gräfliche Dynasten entfalteten ihre Macht, die Staufer (aus dem Nördlinger Ries stammend), die Zähringer (aus der Gegend um Weilheim an der Teck), die Welfen (aus der Gegend um Ravensburg), die Habsburger (aus der nördlichen Schweiz) treten ins Licht der Geschichte. Und das erstmalige Nichternennen einen Amtsinhabers, das Heinrich sich leisten konnte, war ein deutliches Zeichen seiner Entbehrlichkeit.

Offenbar war nun die Zeit gekommen, diese Entwicklung zu berücksichtigen. Heinrich III. hatte dem Zähringer Grafen Berthold III. die Nachfolge Ottos III. zugesagt und dies durch einen Ring dokumentiert; als jedoch die Nachfolgefrage 1057 konkret wurde, war Heinrich gestorben (1056), regierte seine Witwe Agnes von Poitou das Land – und hatte ein burgundischer Graf, Rudolf von Rheinfelden, ihre älteste Tochter Mathilde entführt (und 1059 dann zur Frau genommen; Mathilde starb bereits 1060). Agnes ignorierte die Zusage ihres verstorbenen Mannes, machte Rudolf zum Herzog von Schwaben – und Berthold zum Herzog von Kärnten, was diesen aber durchaus nicht zufrieden stellte. Und Rudolfs Ehrgeiz war durch diese Erpressung durchaus nicht gestillt. Zwanzig Jahre später, im Zusammenhang mit dem Investiturstreit, dem Bann des Königs Heinrich IV. und seinem Gang nach Canossa, ließ sich Rudolf gegen seinen früheren Schwager mit Unterstützung des übergangenen Berthold von Kärnten und des Bayernherzogs Welf IV. zum König wählen. Nach seiner Rückkehr aus Italien ließ Heinrich seine Gegner wegen Hochverrats verurteilen und aller Ämter entheben – der nachfolgende Krieg tobte in Schwaben besonders heftig, Opfer war in der Regel die bäuerliche Bevölkerung, die im Fall einer Niederlage damit rechnen musste, in die Sklaverei verkauft zu werden, sofern sie die Rache der jeweiligen Sieger überlebt hatte.

Die Staufer

Heinrich IV. löste das Problem der Vakanzen auf den herzoglichen Thronen Schwabens Ostern 1079 durch die Ernennung des mächtig gewordenen Grafen Friedrich von Staufen zum Herzog, der er zehn Jahre später die Vermählung mit seiner Tochter Agnes folgen ließ – woraufhin die päpstliche Partei den Sohn des abgesetzten Rudolf, von seinem Vater bereits zum Nachfolger ernannt, als Gegenherzog Berthold I. aufstellte, dem dreizehn Jahre später der Zähringer Berthold II. folgte: die Auseinandersetzung zwischen Papsttum und Königtum hatte die zweite Ebene erreicht. Erst 1098 kam es zur Verständigung: Friedrich und Berthold einigten sich, beide behielten den Herzogstitel, Berthold bekam die Stadt Zürich, Schwaben wurde faktisch geteilt: die Zähringer saßen im Thurgau, in Zürich, im Breisgau, im Schwarzwald und auf der Baar, im Neckargau, hatten Besitz in Burgund und die Kontrolle der Alpenpässe – und in Oberschwaben hatten die Welfen ihre Hausmacht. Die Teilung blieb bestehen, bis im Jahr 1218 der letzte Herzog, Berthold V., starb, und die Staufer, jetzt schon lange an der Spitze des Reiches stehend, das Erbe weitgehend vereinnahmen konnte.

Die schwäbische Herzogswürde war für die Staufer das Sprungbrett zu höheren Ehren; das Herzogtum blieb nun knapp zweihundert Jahre in ihrer Hand, war dann aber bald nur noch eine unter vielen Herrschaften, und nicht einmal die unumstrittenste. Es wurde nach den Herzögen Friedrich I. und Friedrich II. von Friedrich III., der als Friedrich I. (Barbarossa) Kaiser wurde, zum sekundären Titel innerhalb der Familie degradiert, mit dem Vettern (Friedrich von Rothenburg als Friedrich IV.) und nicht zu Königsamt gelangte Söhne (Friedrich V. und Konrad II.) versorgt wurden, bis einer dieser „Versorgungsfälle“, Philipp von Schwaben, 1198 (der einzige Sohn des verstorbenen Kaisers Heinrichs VI. war gerade drei Jahre alt) in der Doppelwahl gegen Otto von Braunschweig von den staufischen Parteigängern zum König gewählt wurde.

Philipps Tod 1208 ließ den Herzogstitel vakant, bis der mittlerweile 14jährige Kaisersohn Friedrich, seit neun Jahren König von Sizilien, 1212 aus Süditalien herauf kam, das Amt in Besitz nahm – und am 9. Dezember auch zum deutschen König gewählt wurde. König Friedrich II. gab Schwaben 1217 an seinen unmündigen Sohn Heinrich weiter, dem das Herzogtum aber 1235 nach seiner Rebellion gegen den Vater aufgrund eines Beschlusses des Reichstags in Frankfurt wieder entzogen wurde. Der Titel ging an Heinrichs siebenjährigen Bruder Konrad, den Friedrich zwei Jahre später zum König (Konrad IV) wählen ließ und schließlich 1262 an dessen zehnjährigen Sohn Konradin, der 1268 in Neapel hingerichtet wurde – und der vielen fälschlicherweise als letzter Herzog von Schwaben gilt.

Das Ende des Herzogtums

Tatsächlich jedoch unternahm Rudolf von Habsburg, nach dem Interregnum deutscher König seit 1273, den Versuch, den Titel neu zu beleben – und ihn, so wie das mit den österreichischen Besitzungen bereits gelungen war, für die Familie zu vereinnahmen. Sein Sohn Rudolf wurde zum Herzog von Schwaben ernannt, dem im Jahr 1290 dessen Sohn Johann folgte – der im Jahr 1308 dann zum Mörder seines Onkels, des Königs Albrecht I. wurde und seither den Beinamen „Parricida“ trug. Johanns kinderloser Tod beendete diesen Versuch, Schwaben als Herzogtum faktisch zu erhalten.

Seltzlin_map_1572.JPG 1572]] Aber auch ohne den von Johann begangenen Mord war Rudolfs Versuch zum Scheitern verurteilt. Nach Konradins Tod hatten sich die schwäbischen Großen, allen voran die Württemberger, am Reichs- und Herzogsgut bedient, so dass Rudolf nur noch die Reste zu zwei Reichslandsvogteien zusammenfassen konnte: Niederschwaben und Oberschwaben, von denen die erste mangels Masse schnell an Bedeutung verlor und 1378 Oberschwaben zugeschlagen wurde. Oberschwaben hingegen hielt sich, hatte seinen wesentlichen Besitz – der auch aus welfischem Hausgut bestand – um Ravensburg und Leutkirch (das Gebiet der sogenannten Freien auf der Leutkircher Heide), seinen Sitz auf der Burg Ravensburg, seit 1647 in Altdorf (Weingarten), wo ein kleines Herrschaftsgebiet bestehen blieb. Nach mehrfachen Verpfändungen kam die „Reichslandvogtei in Ober- und Niederschwaben“ 1541 endgültig an Österreich und 1805 dann an Württemberg. Lediglich Leutkirch (das Amt Gebrazhofen) fiel 1805 an Bayern, 1810 dann aber ebenfalls an Württemberg.

Weitere Versuche, den Titel eines Herzogs von Schwaben doch noch zu erlangen, schlugen sämtlich fehl: Alfons X. von Kastilien, der sich zum deutschen König wählen ließ, begründete Ansprüche aus Schwaben und die Königskrone mit seiner staufischen Großmutter. Die Württemberger versuchten, aufgrund ihrer territorialen Vormachtstellung an den Titel zu gelangen – was ihnen 1495 auch gelang, allerdings als Herzog von Württemberg.

Siehe auch: Liste der Gaue von Alamannien/Schwaben, dem Elsass und von Hochburgund, Schwaben, Alemannen, Alamannen, Alemannien, Churrätien

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