Das Haus Arenberg ist ein Adelsgeschlecht, das in der Eifel ansässig war und nach der Burg Aremberg bei Ahrweiler benannt wurde.
Um 1280 kam der Besitz der Burg an die Grafen von der Mark.
Durch die Vermählung des Johann von Barbancon mit Margarethe, der Tochter des Grafen Robert von Arenberg kam im Jahr 1547 das freiherrliche Haus von Ligne in den Besitz der Grafschaft Arenberg.
1576 wurde der Familie von Kaiser Maximilian II. die Reichsfürstenwürde verliehen. 1644 verlieh Kaiser Ferdinand III. ihnen die Herzogswürde.
Das „alte“ Herzogtum
Das alte Herzogtum lag auf der linken Rheinseite in der
Eifel. Neben dem eigentlichen
souveränen Herzogtum Arenberg mit
Antweiler,
Aremberg,
Lommersdorf und anderen Ortschaften gehörten auch die
Herrschaften
Gillenfeld,
Fleringen,
Kasselburg,
Kerpen,
Kommern,
Saffenburg und
Schleiden zum
Territorium des Hauses Arenberg.
Die Familie von Arenberg wurde erstmalig 1166 erwähnt. Sie hatte bis 1279 das Amt des Burggrafen in Köln inne. Die Hauptlinie stirbt im Jahre 1280 im Mannesstamme aus und der Besitz kam über die Tochter Mathilde an die Grafen von der Mark 1299. Es wurden Güter im heutigen Belgien, den Niederlanden und in Lothringen erworben.
Nachdem 1547 auch diese Hauptlinie ausstarb,kam Arenberg durch Heirat der Schwester des letzten Grafen von der Mark an die Familie Ligne, deren Linie Barbançon sich ab 1549 Arenberg nannte. Diese Familie wurde in den Reichsgrafenstand und 1576 in des Reichsfürstenstand erhoben. 1644 erhielten sie für treue Dienste gegenüber dem Kaiser den Herzogstitel.
Das „neue“ Herzogtum
Arenberg Meppen 1815.png
Durch den
Lunéviller Frieden am
9. Februar 1801 verlor das Haus alle seine linksrheinischen Besitzungen und erhielt als Entschädigung durch den
Reichsdeputationshauptschluss am
25. Februar 1803 das münsterische Amt
Meppen sowie die kurkölnische Grafschaft
Recklinghausen zugesprochen. Am
12. Juli 1806 erlangte der Herzog mit dem Eintritt in den
Rheinbund die volle Souveränität, verlor sie aber wieder durch das kaiserliche
Senatusconsult am
13. Dezember 1810, in welchem seine Länder gegen eine Rente von 240.702 Franken teils mit
Frankreich und teils mit
Berg vereinigt wurden.
während des
Wiener Kongresses erhielt das Haus Arenberg
1815 alle Besitzungen als
Standesherrschaft teils unter
preußischer, teils unter
hannoverischer Hoheit zurück; außerdem erhielt es seit dem
29. November 1824 aus der preußischen Staatskasse eine Jahresrente von 13.500 Talern sowie eine
Virilstimme auf dem westfälischen Provinziallandtag. Um 1840 umfasste das Herzogtum Arenberg-Meppen 45 Quadratmeilen mit 49.816 Einwohnern, die Grafschaft Recklinghausen 15 Quadratmeilen mit 40.000 Einwohnern.
Fürsten, Herzöge und Chefs von Arenberg
Fürsten von Arenberg
Herzöge von Arenberg
- 1640-1674: Philipp-Franz von Arenberg (* 1625, † 1674), erster Herzog von Arenberg und Aarschot
- 1674-1681: Karl-Eugen von Arenberg (* 1633, † 1681), Herzog von Arenberg und Aarschot
- 1681-1691: Philipp-Franz-Karl von Arenberg (* 1663, † 19. August 1691) Herzog von Arenberg und Aarschot
- 1691-1754: Leopold-Philipp von Arenberg (* 1690, † 1754), Herzog von Arenberg und Aarschot
- 1754-1778: Karl-Maria-Raimund von Arenberg (* 1721, † 1778) Herzog von Arenberg und Aarschot
- 1778-1803: Ludwig-Engelbert von Arenberg (* 3. August 1750 in Brüssel, † 7. März 1820), Herzog von Arenberg und Aarschot, Herzog von Meppen und Fürst von Recklinghausen
- 1803-1861: Prosper-Ludwig von Arenberg (* 1785, † 1861), Herzog von Arenberg, Aarschot und Meppen, Fürst von Recklinghausen
- 1861-1875: Engelbert-August von Arenberg (* 1824, † 1875) Herzog von Arenberg, Aarschot und Meppen, Fürst von Recklinghausen
- 1875-1919: Engelbert-Maria von Arenberg (* 10. August 1872, † 15. Januar 1949) Herzog von Arenberg, Aarschot und Meppen, Fürst von Recklinghausen, Chef des Hauses Arenberg
Chefs des Hauses Arenberg
Weitere wichtige Persönlichkeiten des Hauses Arenberg
Quellen
- Genealogische Tafeln zur Staatengeschichte der germanischen und slawischen Völker, Leipzig 1846
Weblinks
Arenberg-Stiftung
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