Der Herzmuskel oder Myokard (lat. Myocardium) bildet den größten Teil der Wand des Herzens. Die Herzmuskulatur wird außen vom Epikard und innen von der Herzinnenhaut (Endokard) umgeben.
In gewisser Hinsicht nimmt die Herzmuskulatur eine Mittelstellung zwischen glatter Muskulatur und Skelettmuskulatur ein. Die Herzmuskulatur ist einerseits aus speziellen quergestreiften Muskelfasern aufgebaut und ähnelt somit der Skelettmuskulatur. Andererseits enthalten die Herzmuskelfasern mittelständige Kerne, wie sie bei der glatten Muskulatur vorkommen. Besonderheiten sind die Verzweigung und die Verbindung der Muskelfasern über Glanzstreifen (Disci intercalati).
Spezialisierte Herzmuskelfasern, die spontan selbst Aktionspotenziale auslösen können, übernehmen die Grundsteuerung der Herzaktion. Sie werden als Erregungsbildungssystem bezeichnet. Auch die Weiterleitung des Impulses auf die eigentliche Arbeitsmuskulatur erfolgt über spezialisierte Herzmuskelfasern und nicht über Nervenfasern.
Die Herzmuskeltätigkeit wird über das Stammhirn gesteuert und unterliegt somit nicht dem Willen des Individuums.
Kardiologie | Herz | Histologie
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