article

Der Herzberg im Taunus (591,4 m ü. NN) ist ein beliebtes Ausflugsziel, 7 km nordwestlich vom Stadtzentrum Bad Homburg gelegen. Auf dem Gipfel befindet sich ein Aussichtsturm sowie der 1932 errichtete „Berggasthof Herzberg“.

Der Herzberg ist über Wanderwege sowie eine Zufahrtsstraße, die allerdings am Wochenende für Kraftfahrzeuge gesperrt ist, erschlossen. Parkmöglichkeiten gibt es dafür am Kastell Saalburg.

Aussichtsturm


Auf dem Gipfel des Homburger Hausberges befindet sich der so genannte Herzbergturm. Er bietet den Blick auf die Mainebene, die Wetterau und den Taunus bis zum Feldberg.

Bereits 1875 wurde auf dem Gipfel des Herzberges der Bad Homburger Ableger des Frankfurter Taunusklubs gegründet, mit dem Ziel, auf der Kuppe des Herzberges eine Aussichtsplattform zu realisieren. Das Vorhaben hatte aber mangels finanzieller Mittel zunächst keinen Erfolg. Als Ersatzmaßnahme wurde ein 18 m hohes Holzgerüst erstellt. Unter der Ägide des Bad Homburgers Georg Schmidt wurde 1885 ein eigenständiger Homburger Taunusklub gegründet. Ziel des Clubs war die Errichtung eines steinernen Aussichtsturmes, der auch Wind und Wetter Widerstand bieten sollte. 1891 starteten die Planungen. Aber erst 1910 hatte man die nötigen finanziellen Mittel von 25.000 Reichsmark für die Realisierung zusammen.

Am 12. April 1910 unterzeichnete Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich den Entwurf für den Bau des Herzbergturmes mit einem „Genehmigt“. Damit konnte der Bau des Turmes beginnen. Zuvor hatte der Kaiser einen anderen Entwurf für den Neubau abgelehnt, mit der Begründung: „Es gibt keinen Bezug auf das benachbarte Kastell Saalburg und den Limes.“ So entwarf Baurat Louis Jacobi (1836-1910), nach dem Wiederaufbau des Kastells Saalburg (1898-1907), den heute noch existierenden Herzbergturm, der einem römischen Wachturm nachempfunden wurde.

Rund drei Monate nach dem kaiserlichen Startschuss konnte am 20. Juli der Grundstein gelegt werden. Die Einweihung des 24,50 m hohen Turmes wurde am 30. Juli 1911 gefeiert.

Zum Bau wurden Taunusquarzit-Findlinge verwendet, für den hölzernen Dachaufbau Eichenholz aus dem Taunus. 110 Stufen führen in einem inneren Treppenhaus zur geschlossenen Aussichtsplattform.

Seit 1932 gibt es auch eine Gaststätte auf dem Herzberg.

Der Turm war im Besitz des Taunusklubs Bad Homburg und ging vor einigen Jahren in den Besitz der Stadt Bad Homburg über. Seit 2005 wird an einer Planung für die umfassende denkmalpflegerische Sanierung gearbeitet. Aktuell ist der Turm gesperrt, da er einsturzgefährdet ist.

Weblinks


Berg in Hessen | Taunus

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Herzberg (Taunus)".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld