| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Herrenberg.png | Lage_Herrenberg_in_Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Böblingen | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 442 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 65,71 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 31.166 (8. Dez. 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 475 Einwohner/km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 13,7 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 71070-71083 (alt 7033) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07032 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | BB | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 15 021 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 7 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 5 71083 Herrenberg | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.herrenberg.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadt@herrenberg.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Volker Gantner (Freie Wähler) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Herrenberg ist eine Stadt in der Mitte Baden-Württembergs, etwa 30 km südwestlich von Stuttgart. Sie ist die viertgrößte Stadt des Landkreises Böblingen und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.
Die Einwohnerzahl der Stadt Herrenberg überschritt 1972 im Rahmen der Gemeindereform die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1974 beschloss. Mit den Gemeinden Deckenpfronn und Nufringen hat die Stadt Herrenberg eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Zu einigen der Stadtteile gehören teilweise noch separat gelegene Wohnplätze mit besonderem Namen wie Gültsteiner Mühle und Kochmühle zu Gültstein, Steinbruch zu Haslach sowie Erste Ammermühle, Zweite Ammermühle, Dritte Ammermühle, Gutleuthaustal, Leiblesgrube und Talhof in der Kernstadt. Ferner werden in der Kernstadt zum Teil weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Kirchhalde und Längenholz, Affstätter Tal im Norden, Alzental (Stadtmitte), Ehbühl und Ziegelfeld im Westen.
Im Nürtinger Vertrag von 1442, der Württemberg unter Ludwig I. und Ulrich V. aufteilt, kommt Herrenberg zur Uracher Linie von Graf Ludwig, bis zur Wiedervereinigung Württembergs 1482. Ab 1481 lösen die "Brüder vom gemeinsamen Leben" die Herrenberger Chorherren ab. Im Bauernkrieg wird Herrenberg 1525 geplündert. Anschließend wütet die Pest in der Stadt. Im 30jährigen Krieg wird die Stadt erneut geplündert und 1635 wird sie durch den zweiten großen Stadtbrand fast ganz zerstört. 280 Häuser fallen der Katastrophe zum Opfer. Danach wird die Altstadt Herrenbergs so aufgebaut, wie sie sich heute noch in einer einheitlich, geschlossenen Form präsentiert.
1806 wird das Amt Herrenberg zum Oberamt erhoben. Nach 1820 werden die Tor- und Mauertürme abgebrochen. 1879 wird die Gäubahn eröffnet. Herrenberg bekommt eine Bahnverbindung nach Stuttgart. 1913 wird der "Herrenberger Verband für evangelische Diakonie" gegründet, aus dem sich später die "Evangelische Diakonieschwesternschaft" entwickelt.
Bei der Kreisneugliederung 1938 wird das Oberamt Herrenberg aufgelöst. Der größte Teil und mit ihm die Stadt Herrenberg kommt zum Landkreis Böblingen.
In den 1960er und 1970er Jahren baut die Stadt mehrere Schulen und Sporthallen. Durch die Gemeindereform wird sie zur Großen Kreisstadt erhoben. 1992 wird Herrenberg an das S-Bahn Netz Stuttgart angeschlossen.
Katholiken gibt es in Herrenberg erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert bzw. frühen 20. Jahrhundert. Für sie wurde 1933 eine eigene Kirche St. Josef gebaut. 1953 wurde dort eine eigene Pfarrei errichtet. Eine zweite katholische Kirche (St. Martin) wurde 1971 erbaut. Die Kirchengemeinde Herrenberg betreut auch die Katholiken der Stadtteile Gültstein, Haslach, Kayh und Mönchberg. In Gültstein gibt es jedoch seit 1968 eine eigene Kirche "Zum Guten Hirten". Im Stadtteil Kuppingen wurde 1958 die katholische Kirche St. Antonius erbaut. 1971 wurde Kuppingen zur Pfarrei erhoben. Die Kirchengemeinde Kuppingen betreut auch die Katholiken der Stadtteile Affstätt und Oberjesingen. Beide Kirchengemeinden (Herrenberg und Kuppingen) sollen künftig mit der Kirchengemeinde St. Maria, Hilfe der Christen in Unterjettingen die Seelsorgeeinheit 4 innerhalb des Dekanats Böblingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart bilden.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Herrenberg auch Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche mit Gemeinden in Herrenberg, Affstätt, Kayh und Kuppingen. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Herrenberg vertreten.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 1622 | ca. 1.800 | - | 1652 | 1.006 | - | 1771 | 1.570 | - | 1803 | 1.796 | - | 1825 | 1.985 | - | 1843 | 2.140 | - | 1861 | 2.015 | - | 1. Dezember 1871 | 2.127 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 2.646 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 2.614 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 2.557 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 2.705 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 3.021 |
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| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 16. Juni 1933 ¹ | 3.395 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 3.689 | - | 1946 | 5.605 | - | 13. September 1950 ¹ | 6.292 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 9.539 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 12.573 | - | 31. Dezember 1975 | 24.389 | - | 31. Dezember 1980 | 25.422 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 26.001 | - | 31. Dezember 1990 | 27.344 | - | 31. Dezember 1995 | 28.839 | - | 31. Dezember 2000 | 30.377 | - | 30. September 2004 | 31.195 |
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Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 1974 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Stadtoberhäupter seit 1953
S-Bahn Stuttgart Type 423.jpg Herrenberg besitzt einen Bahnhof an der Gäubahn (Stuttgart - Singen (Hohentwiel)) und wird stündlich mit Regionalexpress-Zügen angebunden. Zusätzlich ist Herrenberg als Endstation der Linie S1 (Plochingen - Stuttgart - Herrenberg) an das S-Bahnnetz Stuttgart angeschlossen, diese fährt mindestens halbstündig Richtung Stuttgart. Herrenberg_bahnhof1.jpg Im Jahre 1999 wurde die Ammertalbahn, eine Bahnverbindung nach Tübingen, reaktiviert. An dieser Bahnstrecke liegen die beiden weiteren Bahnhöfe auf Herrenberger Gemarkung: Herrenberg-Zwerchweg und Gültstein. Ferner verkehren im Stadtgebiet zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Seit Januar 2002 ist Herrenberg auch in den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (naldo) integriert.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Herrenberg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Der Landkreis Böblingen ist Schulträger der Beruflichen Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule Herrenberg) sowie der Friedrich-Fröbel-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten für Geistigbehinderte.
Die private Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus rundet das schulische Angebot in Herrenberg ab.
Umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten, insbesondere für Erwachsene, bietet die Volkshochschule Herrenberg.
Der Schönbuch-Funkturm (Mobilfunk-Antenne) hat die geographischen Koordinaten: 8°53'39" östliche Länge, 48°36'19" nördliche Breite.
In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:
Die heutige evangelische Kirche Affstätt wurde erst 1927/28 erbaut (Architekt: W. Jost), doch ist bereits eine Kapelle St. Katharina aus dem Jahr 1353 bezeugt. Die evangelische Kirche Gültstein, eine ehemalige Wehrkirche, ist eine romanische Chorturmanlage mit netzrippengewölbtem Chor. Die Ausstattung ist teils spätgotisch, ansonsten vom 18. Jahrhundert. Die Haslacher Kirche wurde 1788 erbaut, doch ist auch hier eine Kapelle St. Jakob aus dem Jahr 1524 bezeugt. Die evangelische Kirche Kayh wurde 1487 unter Verwendung des Wehrturms der Vorgängerkapelle erbaut. Die Kuppinger Kirche ist eine Chorturmseitenlage, deren Chor um 1300 errichtet wurde. Das Schiff stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. 1581 wurde es verändert. Der Turm ist romanisch. Die evangelische Kirche Mönchbergs stammt aus dem Jahr 1749. Der Turm wurde von der 1491 genannten Kapelle beibehalten. Die Oberjesinger evangelische Kirche wurde 1857/58 anstelle der früheren Kirche erbaut.
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