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Wappen Karte
Wappen Karte_hermsdorf_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Höhe: 345 m ü. NN
Fläche: 7,51 km²
Einwohner: 8.745 (31. Dez. 2003)
Bevölkerungsdichte: 1.164 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 07621–07629
Vorwahl: 036601
Kfz-Kennzeichen: SHK
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 041
Stadtgliederung: Sitz der
Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf
Offizielle Website: www.hermsdorf-thueringen.de
Politik
Bürgermeister: Gerd Pillau (parteilos)
Regierende Partei: SPD
Hermsdorf ist eine Kleinstadt in Ostthüringen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf. Am 7. Oktober 1969 wurden Hermsdorf die Stadtrechte verliehen, es wurden beschränkt Gedenkmünzen an die Stadtbevölkerung verteilt.

Geografie


Hermsdorf liegt in der Mitte (je ca. 20 km entfernt) zwischen den beiden ostthüringischen Großstädten Jena und Gera. Seinen Bekanntheitsgrad verdankt es u. a. dem Hermsdorfer Kreuz. Hier kreuzen sich die Autobahnen Köln–Dresden (A 4) und Berlin–München (A 9).

Angrenzende Gemeinden sind Bad Klosterlausnitz, Reichenbach und Schleifreisen im Saale-Holzland-Kreis sowie Kraftsdorf im Landkreis Greiz.

Geschichte


Hermsdorf wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Der Holzreichtum (Thüringer Holzland) und die verkehrsgünstige Lage (Handelsstraße Naumburg–Regensburg mit Umspanne in Hermsdorf) begünstigten die Entwicklung des Ortes. Mit dem Bau der Bahnstrecke Weimar–Gera begann die industrielle Entwicklung. Der Bau des Autobahnkreuzes der heutigen Autobahnen A 9 und A 4 in den 1930er-Jahren brachte eine weitere Verbesserung der Infrastruktur mit sich.

Am 7. Oktober 1969 erhielt Hermsdorf das Stadtrecht. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ort mehr als 9.000 Einwohner. Mit der Gewährung des Stadtrechts sollte auch die „erfolgreiche sozialistische Entwicklung“ des Ortes gewürdigt werden.

Die Stadt prägte über viele Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts der Großbetrieb Keramische Werke Hermsdorf (KWH). Zum Betriebsgelände gehörte unter anderem Europas damals größtes Freiluft-Hochspannungs-Versuchsfeld, dessen drei, bis zu 75 Meter hohen und kilometerweit sichtbaren Stahlgitter-Prüfbrücken zum bekanntesten Wahrzeichen der Stadt wurden. Diese Landmarke wurde 1992 durch Sprengung abgerissen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1823 bis 19601981 bis 19971998 bis 2003
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik
1 29. Oktober
2 31. August

Politik


Stadtrat

Sitzverteilung im Stadtrat

  • SPD: 7
  • CDU: 5
  • PDS: 4
  • FWG/BI: 4

Wappen

Seit 1994 hat Hermsdorf ein neues Stadtwappen. Dabei steht der Nadelbaum für den Waldreichtum des Thüringer Holzlandes, dessen Zentrum Hermsdorf ist, der Bär steht für das historische Gasthaus „Zum schwarzen Bär“, das älteste Gebäude der Stadt, und das Kreuz im Stützbogenkreuz steht für die Verkehrsadern der Stadt (früher die alten Handelsstraßen, heute das Hermsdorfer Kreuz).

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke

  • Gasthof zum Schwarzen Bär (ehemalige „Umspanne“), 1646 auf den Grundmauern einer älteren Herberge errichtet
  • Stadthaus (ca. 100-jähriges Klinker-Industriegebäude, umgebaut zu Kultur- und Verwaltungsbebäude)

Sport

Hermsdorf ist eine sportliche Hochburg. Die sanierten und umgebauten Sportanlagen liegen mitten im Neubaugebiet der Stadt.

  • Anerkanntes Nachwuchs-Talentezentrum des Landes Thüringen in der Leichtathletik
  • Handball (Regionalliga, Oberligen, etc.)
  • ca. 1200 Mitglieder im SV Hermsdorf / Thüringen e.V.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Maibaumsetzen (Wochenende 14 Tage nach Pfingsten)
  • Straßenfest Alte Regensburger Straße (Europäischer Denkmaltag, 2. Wochenende im September)
  • Weihnachtskonzert mit über 200 Mitwirkenden (4. Advent)

Wirtschaft und Infrastruktur


Auf dem Areal des ehemaligen Großbetriebes Tridelta AG (früher VEB Kombinat Keramische Werke Hermsdorf, KWH) entwickelt sich zur Zeit ein Branchenmix kleiner und mittelständischer Betriebe. Das Gebiet ist zu ca. 70 % ausgelastet. An der Autobahnanschlussstelle Hermsdorf-Ost entwickelt sich ein weiteres Gewerbegebiet. Das Mischgebiet daneben ist bereits voll belegt. Im Rahmen der JenArea21 haben die Stadt Jena und der Saale-Holzland-Kreis ihre Kräfte gebündelt, um die Region wirtschaftlich weiter zu stärken. Die Zusammenarbeit erfolgt v. a. zwischen Firmen aus Jena und Hermsdorf. Erfolgreiche Belege sind dafür z. B. das Projekt fanimat, ein Verbund, der vom Hermsdorfer Institut für Technische Keramik geführt wird. Hermsdorf ist ein Wachstumskern. Hermsdorf ist durch sein Angebot an Arbeitsplätzen ein Einpendler-Standort (auf einen Auspendler kommen zwei Einpendler).

Verkehr

Der sanierte, zweigleisige Bahnhof Hermsdorf-Klosterlausnitz liegt an der Mitte-Deutschland-Verbindung und ist mit drei Linien der Deutschen Bahn an das überregionale Nahverkehrsnetz angeschlossen. Es steht ein rechnerischer 40-Minuten-Takt Erfurt Hbf - Jena West - Göschwitz (Saale) - Hermsdorf-Klosterlausnitz - Gera Hbf zur Verfügung, die Verbindung Göttingen - Erfurt Hbf - Göschwitz (Saale) - Hermsdorf-Klosterlausnitz - Gera Hbf - Chemnitz Hbf/Zwickau (Sachs) Hbf wird zweistündlich bedient.

Hermsdorf liegt im Schnittpunkt der A 4/A 9 (Hermsdorfer Kreuz) und hat drei Autobahnabfahrten.

Die Landstraßen L 1070 und L 1073 (alte Handelswege NaumburgRegensburg) kreuzen sich ebenfalls in Hermsdorf.

Bildung

  • Berufsschulzentrum des SHK
  • Holzlandgymnasium
  • Regelschule
  • zwei Grundschulen (z. B. Friedenschule)
  • Staatliche Förderschule

Weblinks


Ort in Thüringen | Saale-Holzland-Kreis | Hermsdorf (Thuringia)

 

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