Hermann Wilhelm Bödeker (* 15. Mai 1799 in Osnabrück; † 5. Januar 1875 in Hannover) war ein evangelischer Pastor in Hannover, der vor allem durch seine gemeinnützige Arbeit bekannt wurde.
Bödeker hatte großes Talent, Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln. Dazu gründete er etwa den 1. Norddeutschen Morgenpromenadenbeförderungsverein, eine Runde wohlhabender hannoverscher Bürger, die sich regelmäßig in der Gartenwirtschaft Lister Turm traf. Bödeker agitierte auch gegen Tierquälerei (Broschüre Über Tierquälerei, 1844) und initiierte dadurch die Gründung des Thierschutzvereins der Königlichen Residenzstadt Hannover. Schließlich ließ er 15 gusseiserne „Bödeker-Engel“ mit Sammelbüchse herstellen (Entwurf: Georg Hurtzig, Guss in der Lauterberger Königshütte), die über die Stadt verteilt die Menschen zum Spenden animieren sollten. Zwei dieser Engel sind auf den hannoverschen Stadtfriedhöfen von Stöcken und Engesohde erhalten. 1848 wurde er Ehrenbürger Hannovers. Carl Dopmeyer schuf das Denkmal Bödekers auf der Nordseite des Turms der Marktkirche in Hannover. Auch der Gemeindesaal der Marktkirche ist nach Bödeker benannt, ebenso eine Straße im hannoverschen Stadtteil Oststadt. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde in Hannover.
Mann | Deutscher | Protestantismus | Geboren 1799 | Gestorben 1875
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