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Scheer Hermann.jpg Hermann Scheer (* 29. April 1944 in Wehrheim i. Taunus) ist ein deutscher Politiker (SPD) und strikter Befürworter der Nutzung der Solarenergie. Er ist Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler und politischer Publizist.

Leben


Scheer wuchs in Berlin auf, wo er 1964 sein Abitur ablegte. Während seiner Schulzeit war er aktiver Fünfkämpfer und als solcher auch Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Nach der Schule ging er zur Bundeswehr, besuchte dort die Heeresoffizierschule Hannover und wurde 1966 Leutnant. 1967 verließ er die Bundeswehr und studierte bis 1972 Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften in Heidelberg und Berlin. Er promovierte zum Dr. rer.pol. an der Freien Universität Berlin. Von 1972 bis 1976 war Scheer wissenschaftlicher Assistent an der Universität Stuttgart, von 1976 bis 1980 Mitarbeiter des Kernforschungszentrums Karlsruhe.

Seit dem 4. November 1980 (sieben Wahlperioden) ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er wurde über die Landesliste der SPD in Baden-Württemberg gewählt. Seit 1987 ist er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und wurde 1993 Mitglied des SPD-Parteivorstands.

1988 gründete Scheer die gemeinnützige Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR, die mittlerweile zwölf Sektionen in Europa und weltweit 20.000 Mitglieder hat. Erklärtes Ziel von EUROSOLAR ist die vollständige Ablösung atomarer und fossiler Energiequellen durch erneuerbare. Scheer wurde deren ehrenamtlicher Präsident und somit eine maßgebliche Persönlichkeit in der Debatte um die Nutzung von Sonnenenergie.

Scheer ist seit 1970 verheiratet und hat ein Kind.

Ämter


  • 1991–1993: Vorsitzender des Unterausschusses Abrüstung und Rüstungskontrolle des Bundestages
  • 1994–1997: Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarates
  • Seit Juni 2001: Vorsitzender des neu gegründeten Weltrats für Erneuerbare Energien
  • Seit 1988: Präsident von EUROSOLAR - gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien

Bücher (Auswahl)


  • Yearbook of Renewable Energies (Hrsg.)
  • 1979: Parteien contra Bürger
  • 1987: Die gespeicherte Sonne
  • 1992: Sonnenstrategie - Politik ohne Alternative
  • 1995: Zurück zur Politik - Die archimedische Wende gegen den Zerfall der Demokratien. Verlag Ponte Press, Bochum, ISBN 3-920328-36-1
  • 1998: Aufbruch ins 21. Jahrhundert mit Hermann Scheer - Anwalt der Sonne. Uranus-Verlag, Wien (von Siegfried Pater)
  • 2000: Solare Weltwirtschaft - Strategie für die ökologische Moderne. Verlag Antje Kunstmann, München, ISBN 3-88897-314-7
  • 2001: Klimawechsel - Von der fossilen zur solaren Kultur. Zusammen mit Carl Amery. Antje Kunstmann Verlag, München, ISBN 3-88897-266-3
  • 2003: Die Politiker. Antje Kunstmann Verlag, München, ISBN 3-88897-343-0
  • 2005: Energieautonomie. Eine neue Politik für erneuerbare Energien. Antje Kunstmann Verlag, München, ISBN 3-88897-390-2

  • Außerdem ist er der Herausgeber der Zeitschriften Zeitschrift für Neues Energierecht (ZNER) und Solarzeitalter (SZA).

Weiterführende Literatur


  • Siegfried Pater: Hermann Scheer. Anwalt der Sonne. Uranus, 1999, ISBN 3901626115
  • Joachim Bücheler (Hrsg.): Praktische Visionen. Festschrift zum 60. Geburtstag von Hermann Scheer. Ponte, 2004, ISBN 3920328485

Auszeichnungen


Siehe auch


Erneuerbare Energien, Peak-Oil, Energiekrise

Weblinks


Mann | Deutscher | Bundestagsabgeordneter | SPD-Mitglied | Publizist | Umweltschützer | Geboren 1944

 

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