Hermann Henselmann (* 3. Februar 1905 in Roßla, Harz, † 19. Januar 1995 in Berlin) war der maßgebliche, vielleicht auch bedeutendste Architekt für die Entwicklung der Architektur in der DDR.
Nach Kriegsende wird Hermann Henselmann zuerst Stadtbaurat in Gotha und von 1946 an Direktor an der Hochschule für Bauwesen in Weimar, dann ab 1949 Abteilungsleiter am Institut für Bauwesen der Deutschen Akademie der Wissenschaften, Berlin (DDR). Hier revidiert Henselmann Anfang der 1950er seine „modernistische“ Architekturauffassung und übernimmt die Vorstellungen des Sozialistischen Realismus. Sein architektonischer Erfolg insbesondere im Zusammenhang mit dem Projekt Stalinallee führt 1953 zur Ernennung zum Chefarchitekten beim Magistrat von Groß-Berlin (bis 1959). Danach leitet er unterschiedliche Entwurfsbrigaden und von 1964 bis 1967 dann das Institut für Typenprojektierung (VEB), an dem er sich der industriell ausgerichteten Massenproduktion in der Wohnbebauung zuwendet. Bis 1972 ist er stellvertretender Direktor des Instituts für Städtebau und Architektur der Bauakademie. 1972 wird Hermann Henselmann pensioniert. Er wohnte u. a. in einem der von ihm entworfenen Turmhochhäuser am Strausberger Platz in Berlin. Als eines der Glanzstücke seiner Arbeit kann das von 1961 bis 1964 nach seinen Plänen errichtete Haus des Lehrers (12 Geschosse) samt Kongresshalle betrachtet werden (Berlin, Alexanderplatz).
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