Hermann Ludwig Rudolph Duncker (* 24. Mai 1874 in Hamburg, † 22. Juni 1960 in Bernau) war ein deutscher Politiker und Gewerkschaftsfunktionär. – Nicht zu verwechseln mit dem Berliner Kommunalpolitiker Hermann Carl Rudolf Duncker (1817–1893).
Hermann Duncker studierte 1893 Musik in Leipzig und wurde Mitglied der SPD. Im gleichen Jahr brach er das Musikstudium ab und begann ein Studium von Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie, das er mit einer Promotion abschloss. Danach war er in der Redaktion der Leipziger Volkszeitung tätig. 1898 heiratete er Käte Duncker. Hermann Duncker war Mitbegründer des Spartakusbundes. 1918 gehörte er zu den Gründern der KPD. Er war Verfasser von zahlreichen Schriften. Im Nationalsozialismus leistete er in der Illegalität Widerstand, wurde verhaftet und in Spandau und im Zuchthaus Brandenburg eingesperrt. 1936 emigrierte er nach seiner Haftentlassung. Er kehrte 1947 nach Deutschland zurück. Zunächst war er Professor und Dekan der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Von 1949 bis zu seinem Tode 1960 war Hermann Duncker Direktor der Gewerkschaftshochschule Fritz Heckert in Bernau.
Mann | Deutscher | Politiker (Deutsche Geschichte) | KPD-Mitglied | SPD-Mitglied | Geboren 1874 | Gestorben 1960
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