Hermann Cothmann, auch Herman Cothman, (* 1. Mai 1629 in Lemgo; † 1683 ebenda) war Bürgermeister von Lemgo und berüchtigt für seine Hexenverfolgungen.
Er war der Neffe von Hermann Goehausen (Rechtsprofessor an der Universität Rinteln, der als Theoretiker der Hexenverfolgung hervortrat) und studierte 1649–51 an der Universität Rostock und 1657–59 an der Universität Jena Jura. Von 1651 bis 1657 war er als Hofmeister angestellt. 1654 wurde seine Mutter Katharina Cothmann (geb. Goehausen) in Lemgo als Hexe hingerichtet.
1667 wurde er selbst zum Bürgermeister von Lemgo gewählt und führte die Hexenverfolgungen seines Vorgängers fort. Während seiner Amtszeit, die mit nur kurzen Unterbrechungen bis zu seinem Tode währte, führte er von 1667 bis 1669, dann 1675/76 und 1681 Hexenverfolgungen durch, denen über fünfzig Personen zum Opfer fielen, nicht selten angesehene Bürger der Stadt.
Er wurde auch Hexenbürgermeister genannt.
Maria Rampendahl war 1681 die letzte von ihm in einem Hexenprozess angeklagte Frau in Lemgo.
Mann | Verwaltungsjurist | Hexenwesen | Hexenverfolgung | Geboren 1629 | Gestorben 1683
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