Hermann Blohm wurde als jüngster Sohn des Kaufmanns Georg Blohm in Lübeck geboren. Schon früh stellte sich bei ihm der Wunsch ein, eiserne Dampfer nach englischem Vorbild zu bauen.
Seine berufliche Laufbahn begann er als Lehrling bei der Firma Kollmann und Scheteling Maschinenfabrik (Lübecker Maschinenbau Gesellschaft). Nach der Ausbildung ging er zur Werft C. Waltjen & Co. in Bremen, um seine technischen und praktischen Kenntnisse zu vertiefen. Ein Studium an der Polytechnischen Schule Hannover, dem Eidgenössische Technische Hochschule Zürich und am Königlich-Preußischem Gewerbeinstitut schloss er 1872 mit dem Examen ab.
Nach dieser Zeit arbeitete Hermann Blohm kurze Zeit (1872 bis 1873) auf der Werft Tischbein in Rostock und auf der Reiherstiegwerft in Hamburg als Ingenieur. Im Jahre 1873 ging er nach England um in verschiedenen Ingenieurbüros und Werften sein Wissen als Schiffsbauingenieur zu vervollständigen. Hermann Blohm kehrte 1876 nach Lübeck zurück, in der Absicht, eine Werft für eiserne Dampfer an der Trave zu gründen. Seiner Ansicht nach gehörten Maschinen- und Schiffsbau zusammen. Daher strebte er eine Zusammenarbeit mit seiner alten Lehrfirma Lübecker Maschinenbau Gesellschaft (LMG) an. Doch eine Einigung mit den Hauptaktionären der LMG kam nicht zu stande, weil deren finanziellen Vorstellungen überzogen scheinen. Auch die Lübecker Behörden waren wenig entgegenkommend. Aus diesem Grunde ging Hermann Blohm nach Hamburg, wo er kurze Zeit später Ernst Voss kennenlernt.
Siehe auch: Blohm + Voss
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