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Herman Prigann (* 1942 in Recklinghausen) ist ein deutscher Umwelt- und Landschaftskünstler und lebt in Portals Nous, Mallorca.
Prigann befasst sich in seinen Arbeiten mit Fragen der Umweltgestaltung, der Raumerschließung und der Umnutzung alter Bauten (vorrangig Industrieanlagen) unter ökologischen Gesichtspunkten. Seine Arbeiten haben stets lokalen Bezug und sind teilweise Versuche der Vergangenheitsbewältigung.
Materialien
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Prigann arbeitet mit Naturmaterialien wie Baumstämmen, Steinen und Sand. Wichtig ist ihm dabei, dass das verwendete Material einen Bezug zum jeweiligen Ort hat, von dort stammt oder mit der Geschichte verknüpft ist. Bei seinen Projekten im
Ruhrgebiet verwendete er daher vorzugsweise
Abfall-Materialien des Industrie-Zeitalters wie alte Mauerstücke, Betonblöcke und Stahlteile.
Neben seinen technisch teilweise aufwendigen Großprojekten schätzt Prigann aber auch die spontane, spielerische Arbeit mit in der Natur vorgefundenen Materialien wie Blättern, Zweigen, Blüten etc. Um diese einfache Form von
Naturkunst zu vermitteln, bietet Prigann gelegentlich Wochenend-Seminare an.
Projekte (Auswahl)
Prigann arbeitet auf internationaler Ebene. Die meisten Projekte befinden sich jedoch in Deutschland.
Die Umgestaltung der
Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen ist ein herausragendes Beispiel für Priganns Arbeit. Er realisierte hier im Zuge der
IBA Emscherpark eine Reihe großer und kleiner Skulpturen. Die bekannteste ist die
Himmelsleiter, die, aus mächtigen Betonblöcken aufgeschichtet, auf dem höchsten Punkt der Halde steht. Sie gehört zur Reihe der
Landmarken im Ruhrgebiet. Ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Zeche realisierte Prigann im Schalthaus seine Skulptur "hängende wälder", die durch die Klanginstallation "technische Natur" von
Honke Rambow eindrucksvoll ergänzt wurde. Bis heute ist Prigann auf dem Rheinelbe-Gelände aktiv.
Versatzstücke alter Industriebauten des Ruhrgebiets wie Mauerteile, Fundamentblöcke und Säulenstücke sind zu einem Stelenfeld arrangiert, das im Kontrast zur modernen Architektur der Akademie steht.
Circle of Rememberance (1992-1993)
Ein großer Kreis aus Baumstämmen und anderen Naturmaterialien markiert die ehemalige Deutsch-deutsche Grenze im Harz. Gleichzeitig besteht ein Bezug zum in dieser Gegend verbreiteten Glauben an Hexenkreise.
Weitere Projekte
Literatur
- Udo Weilacher: "Im Wahnsinnstanz von Entropie und Evolution - Herman Prigann" (Interview), in: Udo Weilacher: Zwischen Landschaftsarchitektur und Land Art. Basel Berlin Boston 1999 ISBN 3764361204
Weblinks
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