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Hercules ist eine in den Jahren 1995 bis 1999 produzierte US-amerikanische Fernsehserie, die lose auf den Legenden um den altgriechischen Göttersohn und Volkshelden Herakles basiert und in Neuseeland gedreht wurde. Voran gingen der Serie im Jahre 1994 fünf TV-Filme mit demselben Thema und denselben Hauptfiguren.

Handlung


In einer Fantasy-Version des alten Griechenland durchleben Hercules, der Sohn des Göttervaters Zeus (zu Beginn gespielt von Anthony Quinn), und sein bester Freund Iolaus zahlreiche Abenteuer. Häufig stoßen sie auf Ungerechtigkeiten und Konflikte, die es zu lösen gilt, wobei Hercules neben seinen übermenschlichen Körperkräften auch auf seine Geduld und Klugheit setzt. Immer wieder werden sie jedoch auch von Hercules eifersüchtiger Stiefmutter Hera heimgesucht, die all ihren Zorn über die Untreue ihres Gatten gegen dessen Sohn entlädt. Später wird der Kriegsgott Ares zum Hauptgegner.

Im Laufe der Serie trifft Hercules auch auf Xena, die Kriegerprinzessin, die mit ihren Truppen raubend und mordend durch die antike Welt zieht. Er bekehrt sie und sie wird zu seiner Geliebten, aber am Ende trennen sich ihre Wege. Xenas weitere Abenteuer werden in dem erfolgreichen Serien-Ableger gleichen Namens beschrieben.

Hintergrund


  • Die Serie nahm sich trotz einiger ernsthafter Themen selbst nie ganz ernst. Zwar war der Triumph des Guten über das Böse immer Grundkonzept der Handlung, dennoch ging der Stil der Inszenierung stets in Richtung Comedy und Trash. Dies begann bei den absolut nicht zeitgenössischen Kostümen, die teilweise eher der SM-Szene entlehnt wirkten, über das Overacting der Schauspieler bis hin zu den immer wieder eingestreuten, absolut albernen Einfällen (z.B. Hercules mit E-Gitarre!).
  • Im Gegensatz zu fast allen olympischen Göttern wird Göttermutter Hera fast in der gesamten Serie nie durch eine Schauspielerin verkörpert; sie tritt meist als ein Paar stechend dreinblickender Augen auf, die in den Wolken schweben oder jemanden aus dem Wasser einer Quelle entegegenschauen. Die Macher der Serie arbeiteten hierfür mit immer neuen Computeranimationen. Erst in der vierten Staffel bekamm Hera ein Gesicht und wurde durch die amerikanischen Schauspielerin Meg Foster verkörpert.
  • Viele Film- und Serienschauspieler hatten in Hercules Gastauftritte, darunter Karl Urban und Ex-Pornostar Traci Lords.
  • Hercules-Darsteller Kevin Sorbo lernte am Set seine jetzige Ehefrau Sam Jenkins kennen.

Vergleich zur Vorlage

Die Serie beschreibt Hercules als einen intelligenten, feinsinnigen Mann, der es meist vorzieht, ein Problem friedlich und mit Cleverness zu lösen. Dies entspricht nicht so sehr dem Herakles der griechischen Sage, der vor allem ein Muskelprotz war, der sich vielfach von den meist viel clevereren Bösewichtern manipulieren ließ. Außerdem war Herakles nach griechischer Vorstellung ein ausgesprochener Frauen- (und Männer-)held, der dafür bekannt und berühmt war, mit aberhunderten von Frauen und Männern geschlafen und zahllose uneheliche Kinder gezeugt zu haben.

Auch auf die für Herakles typischen Insignien wie das Fell des Nemeischen Löwen und die legendäre Keule wurde verzichtet.

Des Weiteren bleibt in der Serie unerwähnt, dass Iolaus der Mythologie zufolge eigentlich Hercules Neffe war.

Wiederkehrende Figuren

Weblinks


Fernsehserie (USA) | Fernsehserie (Neuseeland) | Kinder- und Jugendserie

Fernsehserie (USA)

Hercules: The Legendary Journeys | Hercule (série télévisée, 1994) | הרקולס המסעות המופלאים | Hercules (TV seriál)

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Hercules (Fernsehserie)".

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