| Herbstzeitlose | ||||||||||||
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| Herbstzeitlose.jpg | ||||||||||||
| : | Einkeimblättrige (Liliopsida) |
| : | Lilienähnliche (Liliidae) |
| : | Lilienartige (Liliales) |
| : | Zeitlosengewächse (Colchicaceae) |
| : | Zeitlose (Colchicum) |
| : | Herbstzeitlose |
Im Sommer bildet die Herbstzeitlose eine Zwiebel mit Seitenspross, aus dem von August bis Oktober die Blüten entstehen. Diese Blüten sind meist blassrosa bis violett gefärbt. Während des Winters wird die ursprüngliche Zwiebel abgebaut. Gleichzeitig wächst der Seitenspross zu einer neuen Zwiebel heran.
Eine besondere Gefahr von Colchicin geht für Kinder aus, die in ländlichen Gegenden z.B. beim Einsammeln von Heu im beginnenden Herbst leicht in Kontakt mit den dann blühenden Pflanzen kommen können, gerade auch in Anbetracht der schon beim erwachsenen geringen tödlichen Dosis von Colchicin, die bei Kindern noch tiefer liegt. Außerdem gibt es Berichte über Vergiftungen durch die Milch von Schafen oder Ziegen, die zuvor Herbstzeitlose gefressen haben sollen. Aber nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene kann die Herbstzeitlose gefährlich sein. Vor allem, wenn man ihre Zwiebeln mit Küchenzwiebel verwechselt oder die Blätter mit Bärlauch oder anderem Wildsalat und so größere Mengen der giftigen Pflanze zu sich nimmt. Des Weiteren ähnelt die Herbstzeitlose ziemlich stark einigen verbreiteten Zierpflanzen wie dem Krokus, was ebenfalls zu gefährlichen Verwechslungen führen kann (vgl. Namen).
In der Pflanzenzucht verwendet man Colchicin zur Polyploidisierung und damit zur Vergrößerung von Zuchtpflanzen, wie z.B. bei Erdbeeren. Diese Wirkung wird erzielt, da Colchicin die Mitose unterbricht, so dass sich die DNA-Menge im Zellkern bei jeder unterbrochenen Teilung verdoppelt, wodurch jede einzelne Zelle weitaus größer wird.
Der wissenschaftliche Gattungsname Colchicum leitet sich hingegen von einer Landschaft am Schwarzen Meer ab, der Kolchis im heutigen Georgien. Dort soll auch die Heimat der sagenhaften Medea sein, ihres Zeichens Giftmischerin und Zauberin. Vermutlich besteht ein Zusammenhang zwischen den Sagen um eine Giftmischerin in dieser Region und dem dortigen Vorkommen der Herbstzeitlosenart Colchicum variegatum.
Der Artname autumnale ist ein Verweis auf die Blütezeit im Herbst und leitet sich vom lateinischen "autumnus" (Herbst) ab.
Die oft sehr negativen Namen sind ein weiterer Beleg der Giftigkeit und Gefährlichkeit der Pflanze, da diese zu solch abwertenden Bezeichnungen führten.
Zeitlosengewächse | Heilpflanze
Ocún jesenní | Colchicum autumnale | Colchique d'automne | Őszi kikerics | イヌサフラン | Rudeninis vėlyvis | Herfsttijloos | Tidløyse | Zimowit jesienny | Tidlösa | Bả chó (cây)
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