| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Heppenheim.png | Heppenheim hessen karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Landkreis: | Bergstraße |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 122 m ü. NN |
| Fläche: | 52,14 km² |
| Einwohner: | 25.388 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 487 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 64629–64646 (alt: 6148) |
| Vorwahl: | 06252 |
| Kfz-Kennzeichen: | HP |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 31 011 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Großer Markt 1 64646 Heppenheim |
| Website: | www.heppenheim.de |
| E-Mail-Adresse: | posteingang@stadt.heppenheim.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Gerhard Herbert (SPD) |
Heppenheim ist die Kreisstadt des Kreises Bergstraße und liegt an der Bergstraße am Rande des Odenwaldes.
„Bergstraße“ ist sowohl die Bezeichnung der von Darmstadt nach Heidelberg am Westrand des Odenwaldes bzw. Ostrand der Rheinebene verlaufenden Straße (heutige Bundesstraße 3) als auch der Landschaft in ihrer näheren Umgebung. Sie zeichnet sich durch ein außerordentlich mildes und sonniges Klima mit besonders früher Baumblüte aus.
Im Heppenheimer Stadtteil Ober-Laudenbach existiert eine hessenweit einzigartige Grenzkuriosität: Auf dem Gemeindegebiet finden sich zwei baden-württembergische Enklaven, von denen sich in einer eine weitere hessische Enklave befindet.
Heppenheim wurde 755 erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt war damals Mittelpunkt einer fränkischen Mark. Im Jahre 773 ging die Mark Heppenheim aufgrund einer Schenkung Karls des Großen in den Besitz des Reichsklosters Lorsch über, zu dessen Schutz im Jahre 1065 die Starkenburg über Heppenheim errichtet wurde. Das Kloster stand im Range eines Fürstentums. Heppenheim entwickelte sich im Laufe der Zeit zum verwaltungsmäßigen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Klostergebietes, verlor aber mit dem Niedergang des Klosters im 11./12ten Jahrhundert wieder an Bedeutung. Im Jahr 1229 unterstellte Kaiser Friedrich II. die Starkenburg, 1232 auch Kloster Lorsch mit Heppenheim der Verwaltung der Erzbischöfe von Kurmainz. Unterbrochen durch eine kurpfälzische Pfandherrschaft von 1461 bis 1623 blieb Heppenheim bis zum Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 Mainzer Besitz; sodann wurde es hessisch (zunächst Hessen-Darmstadt, seit 1948 Bundesland Hessen).
Das Stadtrecht besteht mindestens seit 1318, das Marktrecht vermutlich schon seit der ersten Hälfte des 9ten Jahrhunderts. Von 1265 (evtl. früher) bis 1803 war Heppenheim Sitz des Kurmainzer Amtes (Oberamtes) Starkenburg. Mit dem Erwerb durch Hessen-Darmstadt wurde das Oberamt Starkenburg aufgelöst. Heppenheim war nunmehr zunächst Sitz eines (stark verkleinerten) Amtes, seit 1821 Kreisstadt des Kreises Heppenheim, ab 1938 des Kreises Bergstraße, dem neben dem Kreis Heppenheim große Teile des damals aufgelösten Kreises Bensheim, nach dem Zweiten Weltkrieg auch die rechtsrheinischen Teile des Kreises Worms zugeteilt wurden.
In den Jahren 1369 und 1693 (zuletzt aufgrund der französischen Verwüstungen im Pfälzer Erbfolgekrieg) wurde Heppenheim durch Stadtbrände fast völlig zerstört. Die beiden Weltkriege überstand die Stadt bis auf geringe Schäden beim Einmarsch der Amerikaner im März 1945 unversehrt.
Die „Heppenheimer Versammlung“, ein Treffen führender Liberaler am 10. Oktober 1847 im Hotel „Halber Mond“, war Auftakt der deutschen Revolution der Jahre 1848/49. Aufgrund dieses historischen Bezuges wurde die Freie Demokratische Partei (FDP) am 11. Dezember 1948 in Heppenheim gegründet.
Vom 18. bis 27. Juni 2004 war Heppenheim Ausrichter des alljährlichen Hessentages.
| Jahr | Einwohner | - | 1666 | 1.066 | - | 1806 | 3.190 | - | 1861 | 4.599 | - | 1900 | 5.779 | - | 1925 | 7.693 | - | 1939 | 9.350 | - | 1950 | 13.111 | - | 1971 | 17.411 | - | 1975 | 23.793 | - | 2003 | 25.457 |
|---|
Der starke Zuwachs zwischen 1971 und 1975 beruht auf den Eingemeindungen im Zuge der hessischen Verwaltungsgebietsreform im Jahre 1972.
Die Heppenheimer Bürgermeister seit Erlass der Hessischen Gemeindeverfassung 1821:
| Amtszeit | Bürgermeister | - | 1821-1842 | Gottfried Piersch | - | 1843-1852 | Georg Neff | - | 1853-1863 | Gottfried Piersch | - | 1864-1869 | Georg Hamel | - | 1870-1874 | Johann Friedrich Weis | - | 1874-1887 | Lorenz Keßler | - | 1887-1910 | Wilhelm Höhn | - | 1910-1913 | Ludwig Lorenz Kohl | - | 1914-1924 | Anton Philipp Wiegand | - | 1925-1937 | Dr. Karl Schiffers (Zentrum/NSDAP)1 | - | 1937-1945 | Dr. Walter Köhler (NSDAP)2 | - | 1945 | Dr. Gustav König3 | - | 1945-1946 | Jakob Fleck (SPD)3 | - | 1946-1948 | Karl Hagen (CDU) | - | 1948-1954 | Otto Holzamer (FDP) | - | 1954-1973 | Wilhelm Metzendorf (parteilos) | - | 1973-1987 | Hans Kunz (CDU) | - | 1987-2005 | Ulrich Obermayr (CDU) | - | seit 1. September 2005 | Gerhard Herbert (SPD) |
|---|
Seit 1924 (ab der Amtszeit von Karl Schiffers) wird das Bürgermeisteramt von einem Berufsbürgermeister ausgeübt.
Unter den Bürgermeistern sind besonders Wilhelm Höhn, Karl Schiffers und Wilhelm Metzendorf hervorzuheben, die die Stadt jeweils entscheidend vorangebracht haben.
Das der Stadt am 30. August 1913 durch Großherzog Ernst Ludwig verliehene Wappen symbolisiert die historischen Herrschaftsverhältnisse (Lorscher Besitz von 773 bis 1232, Mainzer Besitz bis 1803, seitdem hessisch), allerdings ohne Berücksichtigung der kurpfälzischen Pfandherrschaft von 1461 bis 1623. Das alte historische Wappen (z.B. auf dem 1645 veröffentlichten Merian-Stich dargestellt) zeigte einen sitzenden Bischof als Symbol der kurmainzer Herrschaft.
(* Die Begriffe „rechts“ und „links“ beziehen sich in der Heraldik auf die Sicht des Wappenträgers; für den Betrachter des Wappens verhält es sich umgekehrt. Siehe: Blasonierung)
Heppenheim verfügt über einen weitgehend erhaltenen, in sich geschlossenen malerischen Altstadtkern mit einer Fläche von rund 6 ha, in dem sich bis auf die Starkenburg alle oben aufgeführten Sehenswürdigkeiten befinden. Die Altstadt ist von Fachwerkbebauung geprägt, die überwiegend im Zuge des Wiederaufbaues in den ersten Jahrzehnten nach der Zerstörung Heppenheims im Pfälzer Erbfolgekrieg 1693 auf den Überresten der mittelalterlichen Stadt entstanden ist. Von den in der ersten Hälfte des 19ten Jahrhunderts weitgehend niedergelegten Stadtmauern sind allerdings nur Fragmente erhalten.
Es verfügt über günstige Wirtschaftsdaten, auch im Verhältnis zu den ohnehin günstigen Daten des Rhein-Neckar-Raumes und der Region Starkenburg (überdurchschnittliche Erwerbstätigenquote und besonders hoher Akademikeranteil bei überdurchschnittlich hoher Kaufkraft der Wohnbevölkerung).
Aufgrund des besonders günstigen Klimas und guter Bodenverhältnisse an der Bergstraße werden qualitativ sehr hochwertige, überwiegend trocken und halbtrocken ausgebaute Weine erzeugt. Hauptrebsorte ist der Riesling. Größter Produzent des Weinbaugebietes ist die Gebietswinzergenossenschaft „Bergsträßer Winzer“ mit Sitz in Heppenheim, die zugleich den größten Weinkeller Hessens besitzt. Das Bergsträßer Staatsweingut mit Sitz in Bensheim unterhält in Heppenheim den hessischen Rebmuttergarten, eine frühere Rebzuchtanlage, deren Forschungsziel die Bekämpfung der aus Amerika eingeschleppten, an der Bergstraße selbst allerdings nie aufgetretenen Reblauskrankheit durch Aufpropfen reblaussicherer Hybridenunterlagen auf edle Rebsorten war.
Heppenheim | Heppenheim | Heppenheim | ヘッペンハイム | Heppenheim (Bergstraße)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Heppenheim (Bergstraße)".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world