Henri Cernuschi (* 1821 in Mailand; † 12. Mai 1896 in Menton, Cote d'Azur) war ein italienisch-französischer Politiker und Ökonom.
Cernuschi wurde als Sohn wohlhabender Eltern geboren und sollte nach deren Willen Jurist werden. Während des Studium kam er in Kontakt mit der revolutionären Bewegung in Italien. Er war involviert in Aufstände in Mailand (1848) und Rom (1849). Dort hatte er einen Sitz in der Nationalversammlung. Nach dem Scheitern der revolutionären Regierung wurde er 1850 verhaftet, konnte allerdings nach Frankreich fliehen. Hier wurde er naturalisiert und erwarb durch Handel und Bankgeschäfte ein großes Vermögen. Er spielte eine sichtbare Rolle im Widerstand gegen die Sozialistische Bewegung. Dabei musste er 1870 erneut fliehen, nachdem er eine große Summe zur Ausstattung eines Komitees eingesetzt hatte, welches die napoleonischen Plebiszite bekämpfen sollte. Mit der Gründung der Dritten Republik im September 1870 konnte er zurückkehren. Er verließ dann aber bald Paris für einen längere Reise in den Fernen Osten.
Cernuschi ist bekannt für seine Veröffentlichungen zu Finanzfragen, insbesondere zur Frage des Bimetallismus, in der er ein Befürworter der Silberbasis war. Das Wort selbst soll zumindest in der englischen Form in einer seiner Publikationen erstmalig verwendet worden sein, Silver Vindicated (1876). Weitere Publikationen sind u.a. Illusion des socius cooperatives (1886), Le Bimtallisme en Angleterre (1879) und Le Grand Procs de l'Union latine (1884).
Währung | Italiener | Franzose | Mann | Geboren 1821 | Gestorben 1896
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