HallerBern.jpg Ein Heller, auch Haller genannt, ist eine frühere deutsche Kupfermünze vom Wert eines halben Pfennigs, nach der Stadt Hall am Kocher (heute: Schwäbisch Hall) benannt, wo seit etwa 1228 silberne Pfennige (Häller Pfennige) geprägt wurden. Die Heller wurden allmählich so verschlechtert, dass sie aufhörten, Silbermünze zu sein. Man unterschied weiße, rote und schwarze Heller; auf den Reichsthaler rechnete man 576 Heller.
In Kurhessen wurde der Silbergroschen in 12 Heller eingeteilt, so dass der Heller dem preußischen Pfennig gleich war. Dreiheller waren kupferne 1 1/2-Pfennigstücke, die im Sachsen-Gothaischen geprägt wurden.
In der süddeutschen Region galt 8 Heller = 4 Pfennig = 1 Kreuzer und 4 Kreuzer = 1 Batzen. Mit der Umstellung auf die einheitliche Reichswährung Mark und Pfenning durch das Münzgesetz vom 9. Juli 1873 verschwand der Heller wie alle anderen alten Währungseinheiten.
Die Redensart "Das ist keinen roten Heller wert." geht auf den geringen Wert des Hellers zurück und bedeutet, dass etwas wertlos ist. Vgl. auch "eine Schuld auf Heller und Pfennig begleichen", "seinen letzten Heller verlieren".
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"Heller (Münze)".
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