Brand_Cargolifter_Halle_innen_Transportballon.jpg Der Gasballon ist ein Ballon, der aus einer dünnen, gasdichten Hülle wie zum Beispiel Latex oder Seidengewebe mit Gummihaut besteht. Er wird mit einem Gas gefüllt, das eine geringere Dichte als die ihn umgebende Luft besitzt und somit zu einem Auftrieb führt. Für dieses so genannte Traggas kommen hauptsächlich Wasserstoff (H2) und Helium (He) in Frage, wobei Helium bevorzugt wird, da es das leichteste Edelgas und nicht brennbar ist.
Kleine Ballons (Werbe- und Spielzeugballons) füllt man einfach mit der Helium-Flasche, was auch bei Veranstaltungen im Freien leicht möglich ist. Früher wurde dafür auch Stadt- bzw. Leuchtgas verwendet. Wird ein Ballon nur mit Druckluft gefüllt entwickelt er keinen Auftrieb und sinkt zu Boden. Heute ist es nicht mehr zulässig, Kinderballons mit brennbarem Gas zu füllen. Häufig wird das sogenannte "Ballongas" verwendet, das aber keine eigene Gasart ist, sondern Helium geringer Reinheit.
Die maximale Steighöhe hängt also vor allem von der Ballongröße ab, zusätzlich aber von der Festigkeit und Elastizität der Ballonhülle - die sich mit sinkendem Luftdruck auf das 5- bis 100-fache Volumen ausdehnt - und dem vertikalen Temperaturprofil der Atmosphäre. Ein Kinder-Luftballon hat nur eine Steighöhe im km-Bereich (?) und eine Steigrate von etwa 2 m/sec, während die Gipfelhöhe von Forschungs- und Wetterballons oft über 30 km beträgt. Ein guter 800g-Ballon platzt erst in 33 km Höhe, wo der Luftdruck nur mehr etwa 1% des Bodendrucks beträgt. Dabei hat er sich auf den 4- bis 5-fachen Durchmesser (etwa 10m) ausgedehnt und ist Dutzende km weit sichtbar. Vom abendlichen Sonnenlicht beschienen, sind solche Flugkörper dann oft die Quelle für UFO-Meldungen.
Ein meteorologischer Ballon hat neben der Kapsel mit den Messinstrumenten und dem Telemetrie-Sender meist auch einen kleinen Fallschirm und Reflektoren zur optischen Vermessung vom Boden aus; auch kleine GPS-Empfänger finden zunehmend Verwendung. Um eine genügende Steigrate zu erzielen, muss daher das Verhältnis Nutzlast zu Ballongröße bzw. Füllung optimiert werden. Ein Auftrieb von 0,5 kg ergibt Steigraten von 150 bis 300 Meter pro Minute.
Es gab auch Versuche, Ballone als Transportmittel oder Kran einzusetzen. So baute die Cargolifter AG den Kranballon CL75 für Lasten bis zu 75 Tonnen. Es gibt jedoch auch Fesselballone die zu touristischen Zwecken eingesetzt werden, wie zum Beispiel der HiFlyer in Berlin über dem Potsdamer Platz („Sat 1 Ballon“).
Zum Personentransport sind sie jedoch aus Kostengründen den Heißluftballonen unterlegen. Allerdings können Gasballone bis zu vier Tage ununterbrochen in der Luft sein, gängige Heißluftballone aber nur maximal ein bis zwei Stunden. Gasballone fahren zudem völlig lautlos.
An einem Netz von Seilen hängt hierbei die Gondel für Passagiere.
Soll der Ballon sinken, so lässt man etwas Gas entweichen, soll er steigen, wirft man mit Hilfe einer kleinen Schaufel Ballast in Form von Sand ab. Von Heißluftballonen sind Gasballone leicht durch ihre Kugelform zu unterscheiden.
Ein Prallluftschiff ist ein länglich geformter Gasballon mit Antrieb und Steuerflächen. Andere Luftschiffe besitzen oft zusätzliche Tragstrukturen und/oder mehrere Gaszellen.
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