Helena Augusta Victoria (* 25. Mai 1846 in Buckingham Palace, London; † 9. Juni 1923 in Schomberg House, London) war das fünfte Kind von Königin Victoria von Großbritannien und Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha.
Schon früh zeigten sich bei ihr die Charaktereigenschaften, die sie ihr Leben lang auszeichnen sollten: sie war äußerst pflichtbewusst, liebenswürdig zu jedem, den sie näher kennen lernte und sehr loyal gegenüber ihrer Familie und ihren Freunden. Ihre Vorlieben waren für eine Prinzessin eher ungewöhnlich, da sie gerne schwamm, mit ihren Brüdern um die Wette lief und sich für die technischen Errungenschaften ihres Jahrhunderts begeisterte. Sie spielte zwar sehr gut Klavier, besaß jedoch sonst im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern ihrer Familie kein nennenswertes künstlerisches Talent.
Der Tod ihres Vaters im Dezember 1861 erschütterte die erst fünfzehnjährige Prinzessin zutiefst, zumal ihre herrische Mutter sie sehr einschüchterte. Nachdem nun ihre älteren Schwestern, Victoria und Alice, beide verheiratet waren, fiel Helena die Rolle zu, ihrer Mutter bei offiziellen Anlässen zur Seite zu stehen.
Gleichzeitig stellte sich Königin Victoria die Aufgabe, für ihre dritte Tochter einen passenden Ehemann zu finden, der nach ihrem Dafürhalten jedoch nicht aus einem regierenden Fürstenhaus stammen musste. Helena war ein wenig untersetzt und galt trotz ihrer schönen Haare, ihrer feinen Gesichtszüge und ihrer großen bernsteinfarbenen Augen als wenig attraktiv.
Helena und Christian hatten sechs Kinder:
Das Paar führte ein nahezu sorgenfreies und ruhiges Leben; seine Hauptaufgabe bestand darin, Königin Victoria bei ihren Schreibarbeiten zu unterstützen. Die vier verbleibenden Kinder bereiteten Helena und Christian große Freude; auch hatte das Paar genug Zeit, um sich seinen Kindern zu widmen, und Prinz Christian brachte ihnen persönlich Deutsch bei. Helena übernahm außerdem viele wohltätige Aufgaben – so wurde sie z. B. während des Deutsch-Französischen Krieges zur Mitbegründerin des britischen Roten Kreuzes.
Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wurde Helena aufgrund psychischer Probleme, deren Ursache unbekannt geblieben ist, zunehmend opiumsüchtig. Allerdings gelang es ihrem Arzt, Dr. Reid, sie von der Sucht zu heilen.
Im Frühjahr 1923 erkrankte Helena an Grippe und erlitt Ende Mai einen schweren Herzanfall. Am Morgen des 9. Juni 1923 verstarb sie in Schomberg House. Die Trauerfeier fand in der St. George’s Chapel auf dem Gelände von Schloss Windsor statt. Beigesetzt wurde sie neben ihrem Ehemann Prinz Christian in der Albert Memorial Chapel.
Bis zum heutigen Tage bleibt sie die wohl am wenigsten bekannte Tochter von Königin Victoria und Prinz Albert.
Frau | Brite | Wettiner | Geboren 1846 | Gestorben 1923
Helena del Regne Unit | Princess Helena of the United Kingdom | Helena de Sajonia-Coburgo-Gotha | Helena du Royaume-Uni | Helena van Saksen-Coburg en Gotha | Helena av Storbritannien
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"Helena von Großbritannien und Irland".
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