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Heinz-Herbert Karry (* 6. März 1920 in Frankfurt am Main; † 11. Mai 1981 ebd.) war ein deutscher Politiker (FDP).

Karry war hessischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.

Heinz Herbert Karry betrieb als erster Wirtschaftsminister eines Bundeslandes - neben seinen Schwerpunkten Verkehrs-, Mittelstands- und Innovationspolitik sozusagen "Außenwirtschaftspolitik", etwa bei seinen Besuchen in der Volksrepublik China - welche in dieser Zeit die ersten gemeinsamen deutsch-chinesischen Joint-Ventures zuließ - oder mit den Arabischen Staaten.

Heinz Herbert Karry hatte als Politiker wie auch als Mensch einen wesentlichen Einfluß darauf, die FDP zu einer modernen liberalen Partei zu formen und empfand sich selbst wohl als Wirtschafts- wie auch als Rechtsliberaler. Er hatte einen umfassenden, unteilbaren Freiheitsbegriff.

Zitat Anfang: "Diese ungeteilte Freiheitsidee war ihm besonders wichtig, das hat mich an ihm besonders beeindruckt - bis heute" Zitat Ende. (Zitat von Ruth Wagner als Vizepräsidentin des Hessischen Landtags anlässlich des 25. Todestages von Karry am 11. Mai 2006).

Heinz-Herbert Karry wurde am 11. Mai 1981 in seiner Wohnung im Frankfurter Stadtteil Seckbach im Schlaf erschossen. Später bekannte sich die terroristische Gruppe Revolutionäre Zellen zu dem Attentat. In ihrem Bekennerschreiben machte die Gruppe Karry für das Atomkraftwerk Biblis, die Startbahn West des Flughafens Frankfurt, zahlreiche Autobahnen und schließlich für Waffenlieferungen in Krisenregionen verantwortlich und erklärte, sie habe Karry nicht töten, sondern ihm ins Bein schießen wollen. Die Täter sind bis heute nicht gefasst.

Karry war damit der erste Minister der Nachkriegsgeschichte, der einem Attentat zum Opfer fiel. Dies löste wohl bei sehr vielen Menschen, nicht nur innerhalb seiner eigenen Partei, sondern wohl auch in der gesamten deutschen Politik wenigstens Bedauern, in vielen Fällen aber auch tiefe Trauer und Erschütterung aus.

Bei der Ermordung Karrys soll Joschka Fischer insofern involviert gewesen sein, als sein Auto im Jahre 1973 für den Transport der späteren Tatwaffe verwendet worden sei. Fischer meinte dazu, er habe dem Terroristen Hans-Joachim Klein den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto Waffen transportiert wurden, die aus einer amerikanischen Kaserne gestohlen worden waren.

In Frankfurt wurde die Rotenburger Straße in Heinz-Herbert-Karry-Straße umbenannt.

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Mann | Deutscher | FDP-Mitglied | Politiker (Hessen) | Geboren 1920 | Gestorben 1981

Heinz-Herbert Karry

 

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