Frent1ah.jpg Heinz-Harald Frentzen (* 18. Mai 1967 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Rennfahrer. Er hat mit seiner Frau Tanja drei Töchter, namens Lea (* 10. April 2000), Sarah (* 26. November 2003) und Fenja (* 30. März 2006).
Inzwischen bereitete sich Mercedes wieder auf den Einstieg in den Rennsport vor. Man beschließt 1988, wieder mit Sauber in den Motorsport zurückzukehren. Das Ziel ist der Einstieg in die Formel 1 in den Jahren 1992 und 1993. Erfahrungen wollte man vorher schonmal mit den Sportwagen sammeln. 3 Piloten bekamen diesen Platz im Juniorteam von Mercedes: Wendlinger, Frentzen und Schumacher. Die besten drei der Formel 3 waren wieder vereint - diesmal sogar in einem Team. Die Juniorfahrer wurden Jochen Mass anvertraut - er gab ihnen Tipps und nützliche Hinweise. Mass erinnert sich: "Alle drei waren sehr schnelle Jungs, aber jeder hatte andere Stärken und Schwächen. Was mich bei Heinz-Harald überraschte, war seine Fähigkeit, auf Anhieb schnell zu sein. Beim damaligen Testtag in Jerez, hatte er noch keine fliegende Runde gedreht, aber dafür machte er Witze mit den Mechanikern, bis ich rüberging und ihm sagte, er solle sich besser aufs Fahren konzentrieren. Dann war er zwar etwas eingeschnappt, doch er fuhr raus und drehte seine erste fliegende Runde - die auch prompt die schnellste des Tages war. Jedoch verlässt Frentzen Mercedes schon in der Saison 1990, um in die Formel 3000 zu wechseln, die als Sprungbrett zur Formel 1 gilt. Mit dem unterlegenen Material von Jordan stellen sich als Teamkollege von Eddie Irvine allerdings keine Erfolge ein. Das Team Jordan wechselt 1991 in die Formel 1 und ermöglicht Michael Schumacher mit Unterstützung von Mercedes den Einstieg in die Königsklasse, da Frentzen anderweitig unter Vertrag ist und 1992 sowie 1993 größtenteils in der Japanischen Formel Nippon verbringt.
Zum Südafrika GP im Jahre 1993 wechselt Peter Sauber mit Unterstützung von Mercedes in die Formel 1, mit Karl Wendlinger als Piloten. Ein Nachwuchstalent von 1989 ist inzwischen bei Benetton etabliert und steht nicht mehr zur Verfügung, während Frentzen aus dem fernen Japan zurückgerufen wird.
Gegen Ende der Saison steht Frentzen dreimal in der zweiten Startreihe und fährt in die Punkteränge. Nach dem Monaco Grand Prix 1994 macht Frank Williams Frentzen ein Angebot, aber der bleibt aus Loyalität bei den Schweizern, und wechselt erst 1997 zum mehrfachen Weltmeister-Team, bei dem er sich nicht sehr wohl fühlt. Durch Pech kommt Frentzen trotz guten Materials nur zu einem Sieg (in Imola), wird aber letztendlich, durch eine Disqualifikation Michael Schumachers, Gesamtzweiter in der Weltmeisterschaft. 1998 werden die Formel 1 Regeln grundlegend geändert (u.a. Reduzierung der Fahrzeugbreite von 2,0m auf 1,80m und Einführung von Rillenreifen), Williams fällt ins Mittelmaß zurück. Ohne Werksmotoren ist Frentzen im Williams chancenlos. Viele fragen sich, ob Frentzen das viele Geld wert ist!
Wie schon 1990 fährt Frentzen 1999 wieder für Jordan, aber diesmal mit mehr Erfolg. Siege in Frankreich und Italien lassen Hoffnungen auf den WM-Titel aufkommen, doch am Ende wird er "nur" Dritter.
Die weitere Karriere von Frentzen ist von unzureichenden Finanzen der Teams bestimmt. Jordan fällt mangels Ressourcen zurück und trennt sich vom kritischen Frentzen mitten in der Saison. Der damalige Teamchef Eddie Jordan erklärt dazu im Frühjahr 2005: "Ich musste ihn loswerden, sonst hätte ich die Honda-Motoren verloren". Seine nächsten Teams, Prost und Arrows, müssen aufgrund finanzieller Probleme die Teams auflösen.
Seine letzte Formel 1 Saison absolviert er 2003 zusammen mit dem ebenfalls aus Mönchengladbach stammenden Nick Heidfeld wieder bei Peter Sauber. Beim Grand Prix von Indianapolis (USA) gelingt es Frentzen im unterlegenen Sauber sensationell auf den 3. Platz zu fahren, trotzdem trennt sich Peter Sauber von Frentzen, insbesondere weil die Sponsoren nicht so zufrieden mit den Leistungen des Mönchengladbachers sind.
Die Saison 2005 verlief wesentlich besser für den ehemaligen F1-Piloten. Obwohl Opel der Konkurrenz nach wie vor sichtbar unterlegen war, schaffte er als einziger Opel-Pilot den Sprung aufs Podest gleich zweimal (in Brünn und Zandvoort) und tauchte auch bei den restlichen Rennen immer wieder in den Punkterängen auf. Dementsprechend beendete er die Saison als bester Opel-Pilot auf dem 8. Gesamtrang, als zweitbester Deutscher hinter dem mehrfachen DTM-Meister Bernd Schneider. Ausgerechnet beim Saisonfinale in Hockenheim wurde Frentzen nach einem schweren Unfall mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert, wo er einige Tage verweilen musste.
Nach dem Ausstieg von Opel aus der DTM zum Saisonende 2005, bestreitet Heinz-Harald Frentzen die Saison 2006 für Audi in einem Werks-Audi A4 des Abt-Sportsline-Teams. Im ersten Rennen der Saison 2006 belegte Frentzen den dritten Platz vor Mika Häkkinen.
| Nationalität | Deutsch |
| Geburtsort | Mönchengladbach |
| Geburtsdatum | 18. Mai 1967 |
| Aktuelles Team | -- |
| WM-Titel | -- |
| WM-Punkte insgesamt | 174 |
| Siege insgesamt | 3 |
| Podiumsplätze | 18 |
| Pole Positions | 2 |
| Schnellste Runden | 6 |
| Starts | 156 |
| Führungsrunden | 150 |
| Führungskilometer | 708,173 |
| Formel 1-Debüt | 27. März 1994, GP von Brasilien, Dreher |
| aktueller Fahrer | Nein |
Mann | Formel-1-Rennfahrer (Deutschland) | DTM-Rennfahrer | Geboren 1967
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