Heinz Zemanek (* 1. Januar 1920 in Wien) ist ein österreichischer Computerpionier.
Seine bekannteste Leistung ist der Bau des ersten volltransistorierten Computers namens Mailüfterl. Der Name Mailüfterl ist ein Wortspiel und bezieht sich auf Whirlwind, einen Rechner der in der Zeit von 1945 bis 1951 am MIT entwickelt wurde. Weiters war Zemanek für die formale Definition der Programmiersprache PL/I mitverantwortlich. 1954 betreute er eine Diplomarbeit, in deren Rahmen die Logistische Relaisrechenmaschine 1 entwickelt wurde, die wahrscheinlich einzige jemals in Österreich entstandene logische Maschine.
Er ist noch immer als Vortragender am Institut für Computertechnik der Technischen Universität Wien - wo auch ein Hörsaal nach ihm benannt ist - tätig und hält jedes Jahr zwei Vorlesungen. Er ist langjähriges Mitglied - von 1971 bis 1974 sogar Präsident - der IFIP.
Der nach ihm benannte Heinz-Zemanek-Preis wird für außergewöhnliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Informatik vergeben. Er selbst erhielt im Jahr 2003 für sein Lebenswerk den Kardinal-Innitzer-Preis. 2005 wurde Zemanek das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.
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