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Heinz Nittel (* 20. Oktober 1930 in Klagenfurt; † 1. Mai 1981 in Wien) war ein österreichischer Politiker. Der Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft und Mitbegründer des Jewish Welcome Service Vienna fiel einem terroristischen Mordanschlag zum Opfer.

Nachdem er schon früh der SPÖ beigetreten war, wurde er 1954 zum Obmann der Sozialistischen Jugend gewählt und hatte diese Funktion zehn Jahre lang inne. 1969/70 kurzzeitig Abgeordneter des Wiener Landtags und Mitglied des Wiener Gemeinderates saß er 1970-1976 als Abgeordneter im Nationalrat, bevor er ab 1976 bis zu seinem Tod als Wiener Stadtrat tätig war. Ab 1979 war er im Stadtsenat mit der Leitung der Geschäftsgruppe Straße, Verkehr und Energie betraut. In dieser Eigenschaft eröffnete er im November 1980 die Wiener Reichsbrücke. Daneben wurde während seiner Amtszeit die Nordbrücke verlängert sowie das U-Bahn-Netz ausgebaut. GuentherZ 2005-08-20 2276 Wien Rathaus Gedenktafel Nittel.jpg Heinz Nittel wurde am 1. Mai 1981 von Hussam Rajeh im Auftrag von Abu Nidals Terrororganisation ermordet. Der Attentäter hatte ihn vor seinem Wohnhaus in Wien-Hietzing aufgelauert. Nittel wollte zum Maiaufmarsch am Rathausplatz fahren und bestieg gerade sein Auto, als ihn die gezielten Schüsse des Attentäters durch das Autofenster töteten. Hussam Rajeh wurde festgenommen und nach drei Geschworenenprozessen 1981 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Im Frühjahr 1995 wurde er frühzeitig aus der Haft entlassen.

Heinz Nittel wurde postum der Titel eines Bürgers der Stadt Wien ehrenhalber zuerkannt. Der Heinz-Nittel-Hof, eine große Wohnhausanlage im Floridsdorfer Stadtteil Jedlersdorf, wurde ebenso nach ihm benannt wie ein Weg in Hietzing, der Heinz-Nittel-Weg. 1991, an seinem zehnten Todestag, enthüllte der damalige Bürgermeister Helmut Zilk am Hauptturm des Wiener Rathauses eine Gedenktafel.

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Mann | Österreicher | Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich) | SPÖ-Mitglied | Geboren 1930 | Gestorben 1981

 

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