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Heinz Berggruen (* 5. Januar 1914 in Berlin) ist ein Kunsthändler, Galerist und Kunstsammler der klassischen Moderne.

Berggruen stammt aus einer jüdischen Berliner Kaufmannsfamilie. Er begann sein Studium der Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der heutigen Humboldt-Universität und setzte es später an den Universitäten Grenoble und Toulouse fort. Nach dem Magisterabschluss absolvierte er ein Volontariat bei einer jüdischen Wochenzeitung in Berlin. Danach schrieb er kurze Zeit für die Frankfurter Zeitung. Seine Artikel durften aufgrund seiner jüdischen Herkunft allerdings nicht mehr unter seinem vollen Namen erscheinen. Er emigrierte 1936 über Kopenhagen in die USA, wo er ein einjähriges Stipendium an der Berkeley University erhielt. Anschließend arbeitete er als Kunstkritiker für den San Francisco Chronicle und für das San Francisco Museum of Art. 1940 kaufte er sein erstes Gemälde: ein Aquarell von Paul Klee. In Kalifornien lernte er auch Diego Rivera und dessen Frau Frida Kahlo kennen. Im Zweiten Weltkrieg kam er als Sergeant nach Europa. Nach dem Krieg wurde er Mitherausgeber der Kunstzeitschrift Heute in München, dann amerikanischer Mitarbeiter bei der UNESCO in Paris. Dort ließ er sich 1950 als Kunsthändler in der Rue de l'Université nieder.

Heinz Berggruen sammelte vor allem Kunst von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee und Paul Cézanne. Er war mit dieser Sammeltätigkeit ebenso wie der französische Kunsthändler Ambroise Vollard bedeutsam für die Entwicklung der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts. Berggruen entdeckte die Bedeutung der Scherenschnitte des reiferen Henri Matisse, für die sich seinerzeit niemand interessierte. Die Sammlung Berggruen, die der Mäzen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin für einen symbolischen Preis überließ, gilt als eine der wichtigsten Sammlungen der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Heinz Berggruen ist seit 1971 Mitglied der französischen Ehrenlegion (seit 1986 Offizier, seit 2000 Commandeur) und wurde am 10. Juni 2004 Ehrenbürger von Berlin. Heute lebt er überwiegend in seiner Geburtsstadt Berlin, direkt über den Ausstellungsräumen seiner Sammlung in Charlottenburg.

Werke


  • "Hauptweg und Nebenwege. Erinnerungen eines Kunstsammlers." Fischer
  • "Kleine Abschiede" Transit
  • "Spielverderber, nicht alle" Wagenbach
  • "Monsieur Picasso und Herr Schaften" Wagenbach
  • "Giacometti und andere Freunde " Wagenbach
  • "Ein Berliner kehrt heim"

Weblinks


Mann | Deutscher | Galerist | Kunstmäzen oder Sammler | Ehrenbürger | Geboren 1914

 

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