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Heinrich von Pierer (* 26. Januar 1941 in Erlangen; eigentlich Heinrich Pierer von Esch) ist ein deutscher Manager. Er war von 1992 bis 2004 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, deren Aufsichtsratsvorsitzender er jetzt ist.

Leben


Pierer studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen und Nürnberg. 1968 wurde er mit der Dissertation "Teilnichtige Rechtsgeschäfte: Das Verhältnis von Parteiwille und Rechtssatz im Bereich des Paragraphen 139 BGB" zum Dr. jur. promoviert. Anschließend erwarb er als bereits promovierter Jurist den akademischen Grad eines Dipl.-Volkswirtes.

1969 begann Pierer seine Laufbahn bei der Siemens AG. 1989 wurde er Mitglied des Vorstandes des Unternehmens. Am 1. Oktober 1992 trat er die Nachfolge von Dr. Karlheinz Kaske als Vorsitzender des Vorstandes an. Am 7. Juli 2004 gab Siemens die Ernennung von Klaus Kleinfeld als Nachfolger Heinrich von Pierers ab Januar 2005 bekannt. Von Pierer übernahm am 27. Januar 2005 im direkten Anschluss den Vorsitz des Aufsichtsrats.

Pierer hält zehn Aufsichtsratsmandate, beispielsweise bei Bayer, Hochtief, der Münchener Rückversicherungsgesellschaft AG und bei Volkswagen. Er ist Vorsitzender des 1993 gegründete Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (APA). Von 1972 bis 1990 gehörte er dem Erlanger Stadtrat an. Außerdem war er von 1998 bis 2005 im Verwaltungsrat der TU München aktiv.

Für seine Verdienste wurde von Pierer mit dem Bayerischen Verdienstorden, dem Goldenen Ehrenring der Stadt Erlangen und 2001 mit dem großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

1997 erhielt er das Ehrendoktorat der TU München und 2005 das der Technischen Universität Graz

Am 29. August 2005 gab die CDU seine Berufung zum wirtschaftspolitischen Chefberater der Kanzlerkandidatin Angela Merkel bekannt. Pierer soll künftig einen zehnköpfigen "Rat für Innovation und Wachstum" leiten. Damit würde das CSU-Mitglied seine Funktion als Berater der Bundesregierung fortsetzen: Schon in der Schröder-Ära war er Mitglied der rot-grünen Initiative "Partner für Innovation".

Am 13. Januar 2006 wurde Pierer zum Honorarprofessor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg für das Fach Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Industriebetriebslehre der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät ernannt.

Werke


Literatur


  • Heinrich v. Pierer. In: Wilfried Feldenkirchen / Eberhard Posner: Die Siemens-Unternehmer. Kontinuität und Wandel 1847-2005. Zehn Portraits, München 2005, S. 190-202.

Weblinks


Mann | Manager (Deutschland) | Geboren 1941 | CSU-Mitglied

Heinrich von Pierer

 

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