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Heinrich Nordhoff (* 6. Januar 1899 in Hildesheim; † 12. April 1968) war in der Nachkriegszeit Generaldirektor der Volkswagen AG und maßgebend für den Aufbau des Unternehmens.

Nach dem Maschinenbaustudium an der TH Berlin-Charlottenburg übernahm er 1929 die Leitung der Technischen Abteilung bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim. Während des Zweiten Weltkriegs leitete er das Opel-LKW-Werk in Brandenburg (Havel). Nach dem Krieg wurde er 1948 Generaldirektor des Volkswagenwerks in Wolfsburg, das er in den folgenden zwei Jahrzehnten zur umsatzstärksten Automobilfabrik Europas ausbaute. In seine Ära fallen auch die Gründungen der brasilianischen und südafrikanischen VW-Werke. Kritisch wird an seiner Tätigkeit gesehen, dass er zu lange an der Heck- und Boxermotor-Philosophie des Käfers festgehalten hat. Während andere Hersteller schon lange Fahrzeuge mit raumökonomisch und finanziell günstigeren quer eingebauten Reihenmotoren und Frontantrieb bauten, fußte das VW-Programm (so z.B. die Baureihen VW Typ 3 und VW Typ 4) noch immer auf der, wenn auch genialen, Konstruktion Ferdinand Porsches vom Anfang des Jahrhunderts. Den gleichen Vorwurf darf man jedoch auch Nordhoffs Nachfolgern machen: Der Umbruch kam erst mit dem VW K70, der nach der Übernahme von NSU fast unverändert, aber eben als VW und nicht als NSU auf die Straßen kam.

1959 heiratete die jüngste Tochter Nordhoffs, Elisabeth, Ernst Piëch, einen Enkel Ferdinand Porsches.

Literatur


  • Edelmann, Heidrun: Heinz Nordhoff und Volkswagen. Ein deutscher Unternehmer im amerikanischen Jahrhundert, Göttingen 2003.
  • Karl Aloys Schenzinger, Heiner Simon, Anton Zischka: Heinz Nordhoff. München: Andermann, 1969 (unkritische Hagiographie)
  • Heinrich Nordhoff: Reden und Aufsätze, Zeugnisse einer Ära. Econ-Verlag, 1992

Weblinks


Mann | Deutscher | Manager | Unternehmer (Automobilbau) | Ehrenbürger | Geboren 1899 | Gestorben 1968 | Wolfsburg | Persönlichkeiten Brandenburg an der Havel

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