Henri3France.jpg Heinrich III., als Heinrich I. in Polen-Litauen (* 19. September 1551 in Fontainebleau; † 2. August 1589 in Saint-Cloud) war 1573-1574 König von Polen-Litauen und ab 1574 König von Frankreich und letzter König aus dem Hause Valois. In den letzten Regierungsjahren erhob sich das katholische Paris, weil es die Thronfolge des hugenottischen Heinrich IV. nicht akzeptierte. Er wurde 1589 ermordet.
Heinrich förderte ebenso wie Franz I. die Kunst.
Die Hugenotten erhielten im Edikt von Beaulieau mit jetzt acht Sicherheitsplätzen großzügigere Bedingungen als je zuvor. Dieses Edikt stieß bei der katholischen Partei auf so viel Widerstand, dass die beiden königlichen Brüder im Siebten Hugenottenkrieg 1576-1577 den Hugenotten maßvollere Bedingungen auferlegen müssen; wenigstens gab es keine größeren Kriegshandlungen.
Der König baute danach die Festivitäten mit seinen Günstlingen, den unpopulären Mignons aus. Katharina von Medici reiste in den Süden bis in die Vorberge der Pyrenäen und sicherte in endlosen Verhandlungsrunden mit Heinrich von Navarra einen prekären Frieden. Sein Bruder erstrebte ein eigenes Königreich, entweder in den aufständischen Niederlanden oder in England durch Heirat mit Königin Elisabeth I.. Dies scheiterte wegen seiner völligen Unfähigkeit, alle - die aufständischen Niederlande, England, der eigene Bruder - lassen ihn fallen. Der Bruder und Thronfolger stirbt 1584 an Tuberkulose. Interessant wäre vielleicht auch Heinrichs Bisexualität, er interessierte sich lange Zeit nicht für Frauen, sondern für die Herren am Hof. Außerdem hatte er die Angewohnheit, seinen zahlreichen Hunden Namen entgegensätzlich ihres Geschlechts zu geben (sein liebster Hund hieß le mignon, war aber ein Weibchen).
Diese erneuerte katholische Liga hatte einen völlig neuen Charakter: Sie war keine reine Adelspartei mehr, sondern eine Bewegung mit Rückhalt bei den Volksmassen besonders von Paris. Die katholische Liga schloss Anfang 1585 sogar ein Bündnis mit Spanien. Die Liga übernahm die Macht in Frankreich nördlich der Loire, war aber klug genug, den untätigen König nicht gefangen zu setzen. Im Mai 1588) musste der König wegen Untätigkeit vor Henri de Guise aus Paris fliehen. Heinrich III. bestellte den Liga-Führer Henri de Guise ein und lässt ihn im Dezember 1588 ermorden.
Daraufhin erhob sich das katholische Frankreich gegen den König, der in der Folge im Bündnis mit Heinrich von Navarra Paris belagerte. Bei dieser Belagerung wurde Heinrich III. am 1. August 1589 von einem Dominikanermönch ermordet. Auf dem Totenbett bestätigte er Heinrich von Navarra als seinen Nachfolger. Mit ihm erlosch nach 261-jähriger Herrschaft das Geschlecht der Valois zumindest in seiner legitimen Linie. Denn erst im Jahre 1650 starb der Graf von Auvergne, ein illegitimer Sohn Karls IX.
Heinrich von Navarra wurde als Heinrich IV. König von Frankreich und begründete die Dynastie der Bourbonen. Der Achte Hugenottenkrieg 1585-1589 ging nach dessen Konversion zum Katholizismus 1593 in einen nationalen Krieg gegen Spanien über.
König (Frankreich) | König (Polen) | Haus Valois | Mann | Geboren 1551 | Gestorben 1589
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