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Heinrich George (* 9. Oktober 1893 in Stettin; † 25. September 1946 in Oranienburg; bürgerlich Georg August Friedrich Hermann Schulz) war ein deutscher Schauspieler.

Leben


Nach ersten Theaterengagements ab 1917 in Kolberg, Bromberg und Neustrelitz nimmt er am Ersten Weltkrieg teil und wird schwer verwundet.

Es folgen Anstellungen in Dresden, Frankfurt am Main, Wien und 1921 am Deutschen Theater in Berlin. In den folgenden Jahren wird er einer der renommiertesten Schauspieler der Weimarer Republik. Er war 1944/45 kurzzeitig außerordentliches Mitglied im VDSt Greifswald und engagiert sich in der Kommunistischen Partei Deutschlands. Er spielt unter Erwin Piscator und Bertolt Brecht. Ab Mitte der 1920er Jahre tritt er auch in populären Rollen als Filmschauspieler auf.

Nach der Machtübernahme wird er zunächst vom Spielbetrieb ausgeschlossen, arrangiert sich jedoch mit dem NS-Regime. Er wird Intendant des Schillertheaters in Berlin und spielt in zahlreichen UFA-Filmen mit, ist jedoch auch an NS-Propagandafilmen beteiligt ( Hitlerjunge Quex, Jud Süß und Kolberg).

1933 heiratet er die Schauspielerin Berta Drews. Der Sohn Götz George ist heute ebenfalls ein bekannter Schauspieler.

Im Juni 1945 wird er nach einer Denunziation verhaftet und vom sowjetischen Geheimdienst NKWD zuerst in Hohenschönhausen, dann im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen interniert. Dort stirbt er am 25. September 1946 im Alter von 52 Jahren bei einer Blinddarmoperation.

Die Gebeine wurden erst 1994 in einem Waldstück bei Sachsenhausen gefunden und identifiziert. Sein Grab befindet sich auf dem Städtischen Friedhof Berlin-Zehlendorf.

Filme


  • 1921 - Der Roman der Christine von Herre
  • 1921 - Lady Hamilton
  • 1922 - Die Perlen der Lady Harrison
  • 1922 - Lucrezia Borgia
  • 1922 - Das fränkische Lied
  • 1922 - Lola Montez
  • 1922 - Die Tänzerin des Königs
  • 1923 - Erdgeist
  • 1923 - Fridericus Rex IV.
  • 1923 - Die Sonne von St. Moritz
  • 1923 - Der Mensch am Wege
  • 1923 - Quarantäne
  • 1924 - Steuerlos
  • 1924 - Soll und Haben
  • 1924 - Zwischen Morgen und Morgen
  • 1925 - Mirakel der Liebe
  • 1926 - Metropolis
  • 1926 - Das Panzergewölbe
  • 1926 - Überflüssige Menschen
  • 1926 - Die versunkene Flotte
  • 1927 - Das Meer
  • 1927 - Orientexpreß
  • 1927 - Bigamie
  • 1927 - Die Ausgestoßenen
  • 1928 - Die Leibeigenen
  • 1928 - Die Dame mit der Maske
  • 1928 - Schmutziges Geld/Song
  • 1928 - Das letzte Souper
  • 1928 - Das letzte Fort
  • 1928 - Rutschbahn
  • 1928 - Der Mann mit dem Laubfrosch
  • 1928 - Kinder der Straße
  • 1929 - Manolescu
  • 1929 - Der Sträfling aus Stambul
  • 1929 - Sprengbagger 1010
  • 1930 - Dreyfus
  • 1930 - Der Andere
  • 1930 - Menschen im Käfig
  • 1930 - 1914, letzten Tage vor d. Weltbrand
  • 1930 - Der Mann, der den Mord beging
  • 1931 - Berlin Alexanderplatz
  • 1931 - Menschen hinter Gittern
  • 1931 - Wir schalten um auf Hollywood
  • 1931 - Goethe lebt ...!
  • 1933 - Schleppzug M 17
  • 1933 - Hitlerjunge Quex
  • 1933 - Das Meer ruft
  • 1933 - Reifende Jugend
  • 1934 - Hermine und die sieben Aufrechten
  • 1935 - Das Mädchen Johanna
  • 1935 - Nacht der Verwandlung
  • 1935 - Stützen der Gesellschaft
  • 1936 - Die große und die kleine Welt
  • 1936 - Wenn der Hahn kräht
  • 1936 - Stjenka Rasin
  • 1937 - Ball im Meropol
  • 1937 - Versprich mir nichts!
  • 1937 - Unternehmen Michael
  • 1937 - Ein Volksfeind
  • 1937 - Der Biberpelz
  • 1938 - Frau Sylvelin
  • 1938 - Es leuchten die Sterne
  • 1938 - Heimat
  • 1939 - Das unsterbliche Herz
  • 1939 - Sensationsprozeß Casilla
  • 1940 - Der Postmeister
  • 1940 - Jud Süß
  • 1940 - Friedrich Schiller
  • 1941 - Pedro soll hängen
  • 1942 - Schicksal
  • 1942 - Hochzeit auf Bärenhof
  • 1942 - Wien 1910
  • 1942 - Der große Schatten
  • 1942 - Andreas Schlüter
  • 1944 - Der Verteidiger hat das Wort
  • 1944 - Die Degenhardts
  • 1945 - Kolberg
  • 1945 - Frau über Bord
  • 1945 - Das Leben geht weiter (unvollendet)
  • 1945 - Dr. phil. Döderlein (unvollendet)

Literatur


  • Peter Laregh: Heinrich George. Komödiant seiner Zeit. Langen Müller (Herbig), München 1992, ISBN 3-7844-2363-9
  • Werner Maser: Heinrich George. Mensch, aus Erde gemacht. Quintessenz Verlag, 1998, ISBN 3-8612-4351-2

Weblinks


Mann | Deutscher | Schauspieler | Stummfilmschauspieler | Theaterintendant

Kultur (Nationalsozialismus) | Stalinismus-Opfer | Geboren 1893 | Gestorben 1946

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