Die Heilsarmee ist eine christliche Freikirche mit ausgeprägter sozialer Tätigkeit.
Die Entwicklung der Bewegung wurde wesentlich von Williams Frau Catherine Booth unterstützt. Sie war die intellektuelle Führung der Bewegung, sie vertrat ihren erkrankten Mann monatelang in der Leitung, sie organisierte Armenspeisungen, war als ausgezeichnete Predigerin bekannt und setzte sich für verbesserte Arbeitsbedingungen, besonders der Frauen, ein. Aufgrund ihrer Tätigkeit bestand die Heilsarmee schon im 19. Jahrhundert darauf, dass Frauen in allen intellektuellen und gesellschaftlichen Beziehungen Männern gleichgestellt sein sollten. Bis heute haben Frauen in der Heilsarmee den gleichen Status wie Männer.
Binnen zweier Jahren nach der Neubenennung der Bewegung breitete sie sich auch im Ausland aus. Seit 1882 ist sie in der Schweiz, seit 1886 in Deutschland tätig.
Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist den eigenen Ansichten nach motiviert durch die Liebe Gottes. Sie sieht ihren Auftrag darin, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern.
Heute arbeitet die Heilsarmee in 111 Ländern. Weltweit hat sie etwa 2 Millionen Mitglieder (2004) in über 15.000 Gemeinden. Sie betreibt weltweit etwa 1.900 Schulen, 3.600 Sozialinstitutionen und rund 460 Krankenhäuser.
Die uniformierten Mitglieder (Salutisten) werden entweder als Soldaten, oder die ausgebildeten Prediger als Offiziere bezeichnet. Daneben gibt es eine zunehmende Zahl von vollzeitlichen Mitarbeitern, die nicht Mitglieder der Heilsarmee sind. Seit 1985 wurden Heilsarmee-Offiziere aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Ungarn und der Schweiz in Basel in einem gemeinsamen Ausbildungszentrum ausgebildet. Seit Sommer 2005 steht die Schule neu unter der Leitung des Schweizer Territoriums. Sie strebt eine Validierung nach ECTS-Normen an. Der Ausbildungsgang ist weiterhin für ausländische Studenten offen.
Die Heilsarmee sieht sich als Teil der christlichen Kirche.
Die Heilsarmee hat ein Glaubensbekenntnis auf evangelikaler Grundlage, ihre uniformierten Mitglieder, die Heilsarmee-Soldaten, verpflichten sich unter anderem dazu, nach christlichen Maßstäben zu leben, auf Alkohol, Tabak, und Pornographie zu verzichten und sich aktiv in der sozialen und evangelistischen Tätigkeit zu engagieren.
Die Heilsarmee tauft nicht und feiert auch kein Abendmahl. Die Kinder werden eingesegnet.
Freikirche | Körperschaft des öffentlichen Rechts (kirchenrechtlich) | Heilsarmee | Wohlfahrtsorganisation
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