Die Verehrung von Heiligen ist keine Besonderheit christlicher Kirchen, es gibt sie in allen Weltreligionen.
Viele Heilige haben ihren Gedenktag im liturgischen Kalender. In der Regel ist das der Todestag ("Geburtstag zum Himmel"). An diesem Tag wird er/sie in den Texten von Messe und Stundengebet erwähnt. Die Schriftlesungen sind auf seine/ihre Person und Botschaft bezogen (in der Orthodoxie jedoch nicht, dort werden nur kurze, formelhafte Erinnerungen und Anrufungen, die Troparia und Kontakia, eingefügt).
Auch Orte (Kirchen, Berge, Quellen) und Zeiten (Feiertage, Fasttage) können als "heilig" betrachtet werden, insofern durch sie dem heiligen Gott Ehre erwiesen wird. Alle christlichen Kirchen, ob sie Heiligenverehrung praktizieren oder nicht, halten daran fest, dass die Anbetung nur Gott allein gebührt.
Die Kritiker der Heiligenverehrung seit Wiklif, Martin Luther oder Johannes Calvin lehnen den Heiligenkult ab, weil sie dadurch den Glauben an die alleinige Heilsmittlerschaft Christi bedroht sehen. Die Kritik kann bis zum Vorwurf der Idolatrie (Götzendienst) gehen.
Andererseits finden sich auch im Luthertum Züge einer Lutherverehrung, die einer Heiligenverehrung nahe kommen (z. B. Lutherbilder in Gottesdiensträumen).
Siehe auch: Heilige, Heiligsprechung, Marienverehrung, Liste der Seligen und Heiligen, Heiligenkalender, Volksfrömmigkeit, Starkult, Götzendienst
Veneration | Veneración de santos | Veneration de sanctos | Venerazione | Veneração de imagens
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"Heiligenverehrung".
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