Die HeidelbergCement AG mit Firmensitz in Heidelberg, ist der größte deutsche Baustoffhersteller, und der zweitgrößte europäische Zementproduzent (der viertgrößte weltweit). 2003 setzte das weltweit tätige Unternehmen 6.372 Mio. € um, und erzielte bei einem CashFlow von 790 Mio. € einen Gewinn von 134 Mio. €. Das Unternehmen leidet unter einer hohen Schuldenlast, vornehmlich verursacht durch Akquisitionen und Expansion. Die HeidelbergCement AG ist im MDAX notiert.
Geschichte
Die HeidelbergCement AG geht zurück die in
Heidelberg gelegene Bergheimer Mühle, welche in einem Konkursverfahren von dem aus Mosbach stammenden Kaufmann Johann Philipp Schifferdecker erworben und zu einer Zementfabrik umgerüstet wurde. 1874 wird die Fabrik als
Portland-Cement-Werk, Heidelberg, Schifferdecker & Söhne ins Handelsregister eingetragen, 1875 beginnt die Zementproduktion. in der Folgezeit wird das Unternehmen durch Erwerb und Öffnen zahlreicher Steinbrüche erweitert. 1889 wird das Unternehmen in eine
Aktiengesellschaft umgewandelt, es beginnt eine Phase der starken Expansion u.a. durch en Bau neuer Zementfabriken. 1901 fusioniert das
Heidelberger Portland-Cement-Werk mit der
Mannheimer Portland-Cement-Fabrik AG zur
Portland-Cement-Fabrik AG Heidelberg und Mannheim AG. Bis 1938 wurden zahlreiche weitere Zement-Unternehmen und Steinbrüche akquiriert und das Unternehmen durch verschiedene Fusionen erweitert. Nun firmierte das Unternehmen unter
Portland-Zementwerke Heidelberg Aktiengesellschaft. 1959 steigt das Unternehmen auch in die Transportbetonbranche ein. 1977 expandiert das Unternehmen nach
Nordamerika und gründet dort Tochtergesellschaften. Nun werden auch weitere Branchen des Baustoffhandels erschlossen (Baustoffchemie, Dämmsysteme). 1978 wird der Name des Unternehmens in
Heidelberger Zement Aktiengesellschaft umgewandelt. 1993 Erwerb von 42,4% der
belgischen S.A. Cimenteries CBR, die 1999 komplett übernommen wird. In den 1990ern wird das Unternehmen zusehends internationalisiert, insbesondere durch Expansion nach
Ostasien. Ebenfalls 1999 wurde der
schwedische Baustoffhersteller Scancem übernommen. Ab 2001 wurde schrittweise der
indonesische Zementhersteller Indocement unter Mithilfe der
WestLB übernommen. 2002 wird das Unternehmen in HeidelbergCement AG umbenannt.
einige wesentliche Beteiligungen
- Anneliese Zementwerke AG, Ennigerloh (97,4%)
- S.A. Cimenteries CBR, Brüssel/Belgien
- Castle Cement Ltd., Birmingham/Großbritannien
- Vicat S.A., Paris/Frankreich (35%)
- HeidelbergCement Nortehrn Europe AB (ehemals Scancem), Malmö/Schweden
- Gorazdze Cement S.A., Chorula/Polen (99,4%)
- maxit Deutschland GmbH, Breisach (80,9%)
Eigentümerstruktur
Über die Spohn Cement Gmbh hält die Familie
Merckle (siehe auch
Ratiopharm,
Phoenix Group) aus
Blaubeuren 67,8% der Aktien. Dr. h.. Adolf Merckle, das Familienoberhaupt, hält gesondert weitere 8,2% der Aktien. Die Schwenk Beteiligungen GmbH & Co KG, Ulm hält 7,5% der Aktien (hatte 2004 das Aktienpaket der
Allianz AG übernommen). Der Rest der Aktien befindet sich im Streubesitz.
Weblinks
Unternehmen (Baden-Württemberg) | Baumittelhersteller
HeidelbergCement