Wikipedia:Qualitätssicherung
Die Diskussion über diesen Antrag findet auf der Qualitätssicherung/6. Juli 2006# statt.
In der Diskussion stapeln sich die Beschwerden über die Unverständlichkeit des Textes meterhoch. Auch IMHO ist der Artikel unverständlich und schlecht strukturiert. Man versteht überhaupt nicht worum es geht. Z.B. der erste Satz: Der Artikel fängt gar nicht damit an, was Hedge Fonds sind, sondern wo sie eingesetzt werden. Ein wichtiges Thema, dass jemand mit Erfahrung sowohl im Thema als auch bei Wikipedia erfordert. Musicsciencer Musicsciencer 13:22, 6. Jul 2006 (CEST)
Ein Hedge-Fonds (von engl. to hedge *, „absichern“) ist ein von einer Kapitalanlagegesellschaft aufgelegtes Kapitalmarktprodukt, an dem Kapitalanleger Anteile erwerben können. Mit dem eingeworbenen Kapital erwirbt der Fonds Wertgegenstände, insbesondere Wertpapiere, aus unterschiedlichen Anlagebereichen, um das Anlagekapital auf den internationalen Finanzmärkten zu vermehren. Im Unterschied zu sonstigen Investmentfonds ist ein Hedge-Fonds sehr viel freier bei der Wahl seiner Anlagestrategie, sie wird vom Fondsmanager im Rahmen der Grenzen frei gewählt, die die Kapitalanlagegesellschaft dem Fonds bei Auflegung gesetzt hat. Für diesen Anlagerahmen gibt es international praktisch keine zwingenden Regeln. Daher kann der Aufbau, die Zusammensetzung und das Anlagerisiko des Hedge-Fonds unterschiedlich sein. Die gewählte Strategie kann durch gesellschaftliche Veränderung (z.B. Quantum Funds), Marktbeobachtung und/oder durch z.B. Spekulation auf den Devisenmärkten zu stande kommen. Die Vielzahl der möglichen Hedgefondsstrategien, die ein Fondsmanager je nach Risikobereitschaft für einen Hedge-Fonds nutzen kann, lassen sich fünf Hauptkategorisierungen zuordnen:
| Hedge-Fonds | ||||
| Equity Long-/Short | Relative Value | Event Driven | Managed Futures/ CTAs | Global Macro Strategie |
| Equity Market Neutral | Anleihen- Arbitrage | Merger- Arbitrage | ||
| Equity Hedge | Wandelanleihen- Arbitrage | Distressed Securities | ||
| Sektor Long/Short | Kapitalstruktur- Arbitrage | |||
| Statistische Arbitrage |
Hedge-Fonds streben wie jeder Investmentfonds Gewinnmaximierung an. Hedge-Fonds, die außerhalb Deutschlands aufgelegt werden, unterliegen einer unterschiedlich starken Überwachung, agieren aber meistens ohne ein Kontrollsystem der Finanzmarktaufsicht, z.B. durch die Securities and Exchange Commission (SEC) in den USA (es gibt jedoch eine Registrierungspflicht) und haben meistens ihren Sitz in Offshores (Steueroasen). Zum Jahresende 2005 hatten Hedge-Fonds weltweit ein Volumen von rund $1.13 Billionen USD.
Alle Hedge-Fonds haben das Ziel, sowohl bei fallenden, als auch bei steigenden Kursen auf den Finanzmärkten eine s.g. absolute Rendite zu erzielen. Unter absoluter Rendite wird das Ziel verstanden, erzielte Gewinne periodisch an die Investoren zu verteilen und Verluste zu vermeiden.
Klassische Hedge-Fonds waren nie Fonds, wie der Begriff in Deutschland entsprechend dem Investmentgesetz verstanden wird.
Deutsche Hedge-Fonds unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, ebenfalls ist der Einsatz von Fremdkapital begrenzt. Es handelt sich somit viel mehr um Investmentfonds mit größeren Freiheiten, als Hedge-Fonds im ursprünglichen Sinne. Die Investmentbranche hat bisher nur in sehr geringem Umfang von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, in Deutschland Hedge-Fonds aufzulegen.
Durch Konkurenzdruck und fehlende Publikationspflichten müssen amerikanische Hedge-Fonds auf andere Weise Vertrauen bilden bspw. mit einer Zertifizierung nach ISO 9000, wie es der GAM Multi-Manager Hedge-Fond getan hat *.
Durch die Vielfalt an Strategien können deutlich erhöhte Gewinnchancen, aber auch Verlustrisiken entstehen. Diese Strategien bestimmen die Taktik des Fonds-Managers, die nötig ist, um auf zukünftig steigende oder fallende Börsenkurse zu spekulieren. Dabei hat der Fonds-Manager ein Höchstmaß an Freiheiten bezüglich der Wahl der Investitionen.
Einige wichtige Zentren der Hedge-Fonds-Industrie sind Offshore-Destinationen wie die Kaimaninseln, die Bahamas, die britischen Kanalinseln oder Gibraltar, aber auch in Bezug auf die Kapitalmarkt-Gesetzgebung freizügigere Staaten wie das Luxemburg, die Irland oder Monaco. Ende 2004 lag der offizielle Sitz von 55% der amerikanischen Hedge-Fonds Offshore. Zum Vergleich: 2004 hatten 9% aller Fonds ihren Sitz in der EU. Meist ist in den Steueroasen nur der Sitz des Fonds, das Management sitzt in einem Finanzzentrum direkt in der Nähe des Geschehens. Oft liegt der Sitz in New York oder in der Nähe, insbesondere in der s.g. Gold Coast in Connecticut. Für Fonds mit Fokus Europa ist der Sitz oft in London, dies traf Ende 2005 auf gut 2/3 zu. Eine aktuelle Studie des International Financial Service London ist hier * verfügbar. Die Gründe, warum sich viele Hedge-Fonds offshore angesiedelt haben, sind einerseits steuerlicher Natur, liegen andererseits aber auch in den geringeren Einschränkungen der jeweiligen Kapitalmarkt-Gesetzgebungen, was die in den Fonds erlaubten Finanzinstrumente betrifft.
Hedge-Fonds sollten in der Theorie das Vermögen bei Risiken durch Hedging (engl.: to hedge = einhegen, umzäunen) absichern, haben aber in ihrer heutigen Form wenig mit Absicherung zu tun.
Die erste Hedge-Fonds-Strategie (marktneutrale Strategie) stammt von Alfred Winslow Jones und sollte ein Instrument zum Schutz vor Widrigkeiten bei Zins- und Währungsänderungsrisiken sein. Jones' Idee war es, nicht nur in Boomphasen auf Zins- und Währungsmärkten zu profitieren, sondern auch bei fallenden Zins- und Wechselkursen Gewinne zu erzielen. Damit begründete Jones eine der ersten Hedge-Fonds-Strategien, nämlich die, Fremdkapital (Leverage-Effekt) und Leerverkauf (Short Selling) für den Kauf und Verkauf von Währungen aufzunehmen. Er verkaufte Aktien, die er (noch) nicht besaß, und spekulierte, diese in Zukunft billiger zurückkaufen zu können.
Neue Strategien (Global Macro-Strategie) wurden von George Soros und Jim Rogers mit ihren Quantum Funds-Hedge-Fonds entwickelt. Durch neue Finanzinstrumente spekulierten sie in neuen Bereichen, wie dem Devisenmarkt, Zinsen, Rohstoff- und Aktienmärkten.
Seit der ersten Hedge-Fonds-Strategie von Jones sind Hedge-Fonds-Strategien ständig weiterentwickelt worden und haben markant zugenommen. Hedge-Fonds gehören zu den "Alternative Investments" als alternative Anlageform. Hedge-Fonds nutzen die Vielzahl an Handelsgegenständen und Handelsstrategien. Hedge-Fonds können, anders als Investmentfonds, in hohem Maße in Derivate investieren. Hedge-Fonds bedienen sich unter anderem in hohem Maße Kombinationen aus Kauf- (Long-Position) und Verkaufsabsichten (Short Selling) sowie Fremdkapitalaufnahme.HedgefondsInGermany1999-2005.png Durch die Fremdkapitalaufnahme entsteht ein "Hebelarmeffekt" (Leverage-Effekt). Fremdkapital wird aufgenommen, weil erwartet wird, dass die Rendite einer Investition gesteigert werden kann. Das Funktionieren des Leverage-Effektes basiert auf einem niedrigeren Zinssatz des Fremdkapitals als der Gewinn der zu erwartenden Rendite. Der Leverage-Effekt kann, außer durch Hinterlegen eines Bruchteils des Exposure bei börsengehandelten Termingeschäften (Futures), bei anderen Hedge-Fonds-Strategien nur durch die Aufnahme von Fremdkapital aufgebaut werden. Einem geringen Fremdkapitaleinsatz steht ein hohes Volumen des gehandelten Basiswertes (Underlying) gegenüber. Ein hoher Einsatz von Fremdkapital mit hohem Leverage-Effekt ist bei Market Neutral Arbitrage und Global- Macro-Strategien üblich.
Hedge-Fonds sind heute eigenständige Anlageinstrumente mit sehr unterschiedlichen Strategien und Risikoprofilen. Allen gemeinsam ist der Anspruch, sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten Gewinne zu erzielen. Hedge-Fonds-Manager setzen dabei auf eine Reihe von Anlageformen und Techniken, darunter Finanz-Derivate, Leerverkauf von Wertpapieren oder Arbitrage-Techniken.
Die Mehrheit der Hedge-Fonds sind ihrer Rechtsform nach entweder Kommanditgesellschaften nach US-amerikanischem Recht oder Offshore-Gesellschaften. Das Management sitzt jedoch meist in einem der weltweiten Finanzzentren, der rechtliche Sitz ist häufig in einer Steueroase.
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