Dafuosi.jpg]] Shijiazhuang central.jpg]] Budala3.jpg]] Budala5.jpg-Palastes in Chengde]]
Héběi () ist eine Provinz im Norden der Volksrepublik China. Die Abkürzung für den Provinznamen lautet jì (冀), der sich von der Präfektur Ji ableitet, in welcher sich die Provinz einmal befand.
Die Provinz hat eine Fläche von 187.700 km² und eine Bevölkerung von 67,44 Millionen. Der Name "Hebei" bedeutet wörtlich "Nördlich des Flusses", wobei mit "Fluss" der Gelbe Fluss gemeint ist.
Hebei umkreist die Städte Beijing und Tianjin. Im Nordosten grenzt Hebei an die Provinz Liaoning, im Norden an die Innere Mongolei, im Westen an Shanxi, im Süden an Henan und im Südosten an Shandong. Im Osten wird Hebei vom Gelben Meer begrenzt.
Während der Qing-Dynastie wurde die Provinz Zhílì genannt, was für "Direkt regiert (durch den kaiserlichen Hof)" steht. Im Jahr 1928 wurde der Name in seine heutige Bezeichnung geändert, um auszudrücken, dass es eine gewöhnliche Provinz war.
Am 28. Juli 1976 wurde die Stadt Tangshan von einem heftigen Erdbeben erschüttert, mit einer Serie von kleineren Beben im Verlaufe des ganzen Jahrzehnts, die insgesamt über 240.000 Menschen das Leben gekostet haben.
Andere große Städte sind Baoding, Chengde, Handan, Qinhuangdao, Tangshan und Zhangjiakou.
Hebei wird im Norden durch den Yanshan (Berg Yan) und im Westen durch den Taihangshan (Berg Taihang) begrenzt. Im Südosten gibt es drei Ebenen, die Teil der nordchinesischen Ebene sind.
In der Provinz gibt es reiche Vorkommen an Kohle und Eisenerz.
Hebei hat ein kontinentales Monsunklima mit einem jährlichen Niederschlag von 400 bis 800 mm. Im Sommer kommt es häufig zu starken Regenfällen.
Die Wirtschaft von Hebei stützt sich vor allem auf die Landwirtschaft. Die hauptsächlichen Produkte sind Getreide (v.a. Weizen, Mais und Sorghum) und Baumwolle. Hebei ist Chinas wichtigster Baumwollproduzent. Daneben gedeihen Erdnüsse, Sojabohnen und Sesam.
Die Industrie von Hebei umfasst vor allem Baumwollspinnen, Kohleverarbeitung, Stahlindustrie, Eisenindustrie, Metallverarbeitung, Chemie- Erdöl- und Elektroindustrie, Keramikherstellung und Lebensmittelindustrie.
Von den im Zensus 2000 ermittelten 66.684.419 Einwohnern der Provinz Hebei waren 95,65% Han-Chinesen. An zweiter Stelle standen mit 3,18% der Bevölkerung die Manju, an dritter Stelle die Hui mit über 0,8%. Nennenswert sind noch die über 0,25% Mongolen, die vor allem im Norden Hebeis ansässig sind. Von den 56 offiziell anerkannten Nationalitäten Chinas ist nur eine nicht unter den Einwohnern Hebeis vertreten.
Hebei hat das dichteste Netz an nationalen Fernverkehrsstraßen und Eisenbahnlinien. Shijiazhuang und Shanhaiguan sind die beiden wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte der Provinz. Qinghuangdao ist einer der wichtigsten Häfen in Nordchina, während Shijiazhuang das Luftverkehrszentrum ist.
In Shanhaiguan, in der Nähe von Qinghuangdao befindet sich das Ende der Großen Mauer. Sie verläuft durch den nördlichen Teil der Provinz. Der Shanhaiguan ist der wichtigste Pass im Osten der Großen Mauer. Am Dachvorsprung des Osttores hängt eine Holztafel mit der Inschrift: „Erstes Tor auf Erden“ (Tianxia diyi guan). Sie wurde 1472 von einem Absolventen der kaiserlichen Prüfungen angefertigt.
Die Stadt Chengde mit ihren Tempeln gehört zum Weltkulturerbe der Vereinten Nationen. Chengde, früher unter dem Namen Jehol (Rehe = heißer Fluss) bekannt, liegt 250 Kilometer nordöstlich von Beijing. Hier befand sich in der Qing-Dynastie der Sommerpalast des Kaisers, wo er mit seinem Hof von Mai bis Oktober residierte. Der Gebäudekomplex bedeckt 5,6 Quadratkilometer und ist weit sehenswerter als das Palastmuseum in Beijing. Es gibt 9 Höfe, 11 lamaistische Tempel, Gärten und Pavillons. Die Tempel sind Nachbildungen von berühmten Tempeln in ganz China, z.B. aus Tibet.
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