Lake_Hazen_1997-08-05.jpg Der Hazensee (engl. Lake Hazen) liegt im Quttinirpaaq-Nationalpark im Norden der Ellesmere-Insel. Er ist der nördlichste See Kanadas und weltweit der größte See nördlich des Polarkreises.
Auf einer Höhe von 158 Metern ü. d. M. gelegen, erstreckt er sich von Südwesten nach Nordosten und wird nur in besonders warmen Jahren vollkommen eisfrei. Sein nordöstliches Ende liegt etwa 118 km südwestlich von Alert. Im See liegen mehrere Inseln; die größte ist St. John's Island, ca. 7 Kilometer lang, knapp 1 Kilometer breit und wie der See von Südwesten nach Nordosten ausgerichtet.
Gespeist wird der See durch die Abflüsse vieler Eisfelder und meist noch namenloser Gletscher des umgebenden Eureka Upland, darunter der gewaltige, die Garfield-Bergkette durchbrechende Henrietta-Nesmith-Gletscher (benannt nach der Ehefrau des Entdeckers des Sees, Adolphus Washington Greely). Einziger Abfluss ist der 22 km lange Ruggles River, dessen Ausgang aus dem See selbst bei -60° C nicht völlig vereist; er mündet in den Chandler-Fjord, dessen Wasser durch den Conybeare-Fjord und die Lady Franklin Bay zur Nares-Straße fließen.
1882 entdeckte der damalige Leutnant und spätere General Adolphus Washington Greely von der amerikanischen Forschungsstation Fort Conger aus den See.
Während des Internationalen Geophysikalischen Jahres (1. Juli 1957 bis 31. Dezember 1958) wurde am Nordufer des Sees auf der Höhe von St. John’s Island „Hazen Camp“ als Forschungsbasis errichtet (81° 49’ n. Br., 71° 25’ w. L.). Da die Region um den See während der letzten Eiszeit von Gletschern unbedeckt geblieben war, konnten sich voreiszeitliche Organismen erhalten, worauf sich auch nach 1958 noch immer großes wissenschaftliches Interesse gründet.
Die Landschaft durchziehen Moschusochsen und Peary-Karibus. Außerdem leben hier Polarhasen und Lemminge. Ihnen allen dienen die Pflanzen als Nahrung. Sie wiederum ernähren Raubtiere wie Polarwölfe, die nachweislich seit mehr als 1.000 Jahren hier vorkommen, und Polarfüchse.
Vogelarten sind im Herzen der Ellesmere-Insel nur wenige zu finden; sie brüten an den für sie nahrungsreicheren Küsten.
Im Hazensee kommt auch nur eine einzige Fischart vor, der Seesaibling, der sich hier in ungewöhnlichen Größen entwickelt hat.
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