Candi.jpg Als Hautpilz bezeichnet man sowohl einen auf der Haut von Menschen oder Tieren wachsenden Pilz, der den Dermatophyten, Hefen oder Schimmelpilzen angehört, als auch die damit verbundene Krankheit, die sog. Dermatomykose.
Bei Menschen tritt der Hautpilz häufig am Fuß auf, weil dieser Feuchtigkeit im Boden (zum Beispiel von Schwimmbädern) oder in den Schuhen (Schweiß) vermehrt ausgesetzt ist. Dann heißt er auch Fußpilz. Eine andere Form des Befalls ist die Vaginale Pilzinfektion.
Weiterhin bedeutsam ist der innere (endogene) funktionelle Zustand des befallenen Gebietes und auch der Zustand des gesamten Wirtes. Bei Verletzungen, gestörter Durchblutung, oder sonstigen krankhaften Veränderungen können so genannte sekundäre Mykosen entstehen. Eine solche Pilzerkrankung tritt bei gesunden Verhältnissen nicht auf, die dabei beteiligen Pilzarten sind damit nur möglicherweise krankheitserregend (fakultativ pathogen).
Extrem wichtig sind weiterhin äußere (exogene) Faktoren: Pilze vermehren sich vor allem in feucht-warmer Umgebung. Begünstigt werden Mykosen der Füße auch durch die übermäßige Schweißabsonderung der Füße, man spricht hier auch von Schweißfuß.
Ein Arzt kann eine Probe in ein Labor einschicken, wo der genaue Typ durch verschiedene Methoden festgestellt werden kann.
In der deutschen Sprache wird das Wort "Fußpilz" in den regionalen Dialekten unterschiedlich übersetzt. So bedeutet es im Plattdeutschen beispielsweise "Fod Pils" oder im Rheinischen "Cölne Fus Pils".
Auf Japanisch heißt der Fußpilz mizu-mushi (水虫), "Wasser-Wurm". Dieser Name rührt daher, dass früher vor allem Reisbauern Fußpilz bekamen beim langen Stehen im (immer kniehoch mit Wasser überfluteten) Reisfeld. Die Bauern nahmen an, dass der Fußpilz von Würmern im Wasser stammt, die sie gebissen hatten.
Auf Englisch nennt sich der Fußpilz athlete's foot, "Sportler-Fuß". Dieser Name scheint damit zusammenzuhängen, dass sich in den Schuhen von Sportlern durch den Kräfteeinsatz mehr Schweiß bildet und somit das Ausbrechen der Krankheit begünstigt.
Die Behandlung mit Antimykotika muss konsequent und gründlich erfolgen. Pilzerkrankungen sind generell sehr hartnäckig. Auch nach Abklingen der offensichtlichen Symptome sollte die Behandlung einige Zeit fortgesetzt werden, damit ein erneutes Aufflammen der Pilzinfektion vermieden wird. Besonders wichtig ist die Desinfektion der mit den Hautstellen in Kontakt geratenen Textilien und Schuhe. Strümpfe sollten zum Beispiel bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, da andernfalls Pilzsporen überleben und eine Neuinfektion verursachen können. Siehe auch "Vorbeugen".
Zum Desinfizieren kann Ethanol verwendet werden. Sorgsam verwenden, wegen Feuer- und Explosionsgefahr.
Sehr wirksam zum Desinfizieren von Textilien und Schuhen ist auch Essigessenz, wenn man damit getränktes Papier zum Beispiel in Schuhe steckt.
Athlete's foot | Jalkasieni | Pied d'athlète | Kaki atlit | 水虫 | Zwemmerseczeem | Atlet ayağı | 足癣
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Hautpilz".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world