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Hausschwein
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: Wirbeltiere (Vertebrata)
: Säugetiere (Mammalia)
: Paarhufer (Artiodactyla)
: Echte Schweine (Suidae)
: Sus
: Wild- und Hausschwein
Wissenschaftlicher Name Sus scrofa domestica Linnaeus, 1758 Das Hausschwein ist die domestizierte Form des Wildschweins und bildet mit ihm eine einzige Art. Es gehört damit zur Familie der Echten Schweine aus der Ordnung der Paarhufer. In einigen Teilen der Welt, etwa im Südwesten der USA, gibt es freilebende Schweinepopulationen, die aus einer Vermischung von Hausschwein und Wildschwein hervorgegangen sind und deshalb auch nicht eindeutig als Hausschwein oder Wildschwein zu klassifizieren sind. Schweine sind Allesfresser, sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung.

Das Hausschwein ist eines der am längsten domestizierten Haustiere in der menschlichen Zivilisationsgeschichte und wird zur Fleischerzeugung gehalten. In Europa und Ostasien ist Schweinefleisch die am häufigsten gegessene Fleischsorte.

Benennung


Piglets1.jpg Das weibliche Schwein heißt Sau und das männliche wird Eber genannt. Jungtiere bis 5 kg nennt man Ferkel. Spanferkel sind Ferkel, die noch am Span, der Zitze saugen (spänen). Zwischen 5 und 25 kg sind es Läufer. Kastrierte, männliche Tiere werden Borg, Pl. Börge (landschaftlich auch: Bork, Barg, Bark, Barch, Borsch, Pölk) genannt. Endstufeneber bezeichnen zur Zucht verwendete männliche Schweine.

Rassen


Heute gibt es eine Vielzahl von Schweinerassen. Sie entstanden alle erst in den letzten zwei Jahrhunderten. Bis dahin sorgte die Praxis der Eichelmast dafür, dass sich Hausschweine immer wieder mit Wildschweinen kreuzten.

Einige der bekannteren Rassen sind:

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Verschiedenes


Bei Schweinen beträgt die Trächtigkeitsdauer ca. 112-114 Tage (3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage). Bei neugeborenen Ferkeln kann man bei ursprünglichen Rassen noch die Zeichnung erkennen, die bei Frischlingen so typisch ist. Wenn sie etwa 6 Monate alt sind, bzw. etwa 100 kg Lebendgewicht haben, sind die Tiere schlachtreif.

Schweine können nicht schwitzen. Viele Schweinerassen sind stressanfällig und können auch ähnliche Herz- und Kreislaufkrankheiten entwickeln wie der Mensch. Sie werden deshalb auch als Labor- und Versuchstiere gehalten. Physiologisch sind sich Schwein und Mensch sehr ähnlich. Das betrifft nicht nur die ähnlichen Krankheitsausprägungen, sondern z. B. auch die Struktur und Beschaffenheit des Fleisches. In der Gerichtsmedizin z. B. werden Stich- und Schußverletzungen an frischgeschlachteten Schweinen nachgestellt.

Schweine werden in der Umgangssprache regelmäßig als dumm und dreckig bezeichnet. Verschiedene Untersuchungen legen weder das eine noch das andere nahe. Schweine, die in ausreichend weitläufigen Ställen gehalten werden, nutzen generell eine Ecke als Kotecke. Ihr Suhlen in feuchtem Schlamm ist eine angeborene Verhaltensweise, das bei hohen Temperaturen ihre Körpertemperatur senkt und sie vor Sonnenbrand schützt. Neuere Beobachtungen lassen sogar auf eine Fähigkeit zur Selbstmedikation schließen. Bei in den Niederlanden gehaltenen Schweinen hat man beobachtet, dass Schweine, die mit einem Darm-Antiseptikum behandelt worden waren, plötzlich begannen, den Urin ihrer Artgenossen zu trinken. Untersuchungen des Medikamentes führten zu dem Ergebnis, dass es ein Absterben der Nebennierenrinde nach sich zog und dass dadurch der Aldosteron-Spiegel im Blut bei den mit den Medikamenten behandelten Schweinen absank. Durch das Trinken des Urins von unbehandelten Schweinen waren die Tiere jedoch in der Lage, den Verlust des Aldosterons wieder auszugleichen Jean Marie Pelt: Die Geheimnisse der Heilpflanzen, Verlag Knesebeck, München 2005, ISBN 3-89660-291-8, S. 14ff .

In neuester Zeit wurden sehr kleine Schweinerassen (sogenannte Minischweine) auch als Haustiere ohne kommerzielle Nutzung beliebt.

Fußnoten


Literatur


  • Watson, Lyall: "The whole hog" - Exploring the extraordinary potential of pigs, Profile Books, London 2004. ISBN 1-8619777-1-9
  • I. König, I. Tschinkel & H. Scheller: Schweinebesamung. Biologie, Technik, Organisation. Berlin 1971.

Weblinks


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