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Ein Haushaltsloch ist eine Mehrausgabe des Staates über die geplanten Ausgaben hinaus, die im Haushaltsplan oder Staatsbudget verabschiedet wurden. In die Staatsfinanzen wird so bildlich ein "Loch" gerissen.

Es gibt drei Typen von Haushaltslöchern:

  1. Geplante Einnahmen können nicht realisiert werden (z.B. LKW-Maut-Ausfälle, Steuerausfälle).
  2. Geplante Ausgaben fallen höher aus als erwartet (z.B. praktisch jede staatliche Baumaßnahme).
  3. Es fallen Ausgaben an, mit denen nicht gerechnet wurde (z.B. Hochwasserschäden, Entschädigungen auf Grund von Gerichtsurteilen).

Bei größeren Haushaltslöchern muss ein ausgleichender Nachtragshaushalt beschlossen werden.

Derzeit ist es weltweit finanzpolitische Praxis, rote Zahlen in der Staatsbilanz durch Aufnahme einer höheren Neuverschuldung auszugleichen.

Siehe auch: Staatsverschuldung.

Volkswirtschaftslehre | Finanzwissenschaft

 

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