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Hausderkunst.jpg Das heutige Haus der Kunst ist ein 1937 von Paul Ludwig Troost entworfenes, ursprünglich Haus der Deutschen Kunst benanntes Ausstellungsgebäude in der Münchener Prinzregentenstraße am südlichen Ende des Englischen Gartens.

Geschichte


GDKM.jpg Der Neubau war als Ersatz für den berühmten, 1931 abgebrannten, Glaspalast am alten botanischen Garten gedacht. Die Grundsteinlegung erfolgte 1933, zur Eröffnung 1937 wurde die Wanderausstellung "Entartete Kunst" im Galeriegebäude (das heutige "Theatermuseum") am Hofgarten gezeigt. Bis 1939 fand jährlich der "Tag der Deutschen Kunst" statt, bei dem Adolf Hitler Reden hielt. Die jährliche "Große Deutsche Kunstausstellung" wurde bis 1944 gezeigt.

Trotz des Anspruches, ein Tempel der "deutschen" – sprich, nationalsozialistischen – "Kunst" zu sein, war das Konzept von vorne herein erstaunlich kommerziell ausgelegt: So gab es eine umfangreiche Gastronomie (die heute noch existierende wiedereröffnete "Goldene Bar", ein "Bierstüberl", in dem sich heute die Diskothek und Schickeria-Hochburg "P1" befindet, sowie ein zentrales Restaurant); hauptsächlich dienten aber sämtliche Ausstellungen dem Verkauf, wobei der "Führer" als Hauptkäufer auftrat und sich somit als Mäzen inszenierte.

Während der amerikanischen Besatzung wurde das Gebäude auch wegen der umfangreichen Gastronomie als Offizierskasino genutzt. Einer Anekdote nach wurde dabei im Gebäude ein Basketballfeld angelegt, so dass bei der Wiedereröffnung als Museum noch Markierungen am Fußboden sichtbar waren.

In den Jahren 2003 bis 2004 wurde das in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts veränderte und umgebaute Innere des Hauses in seinen Originalzustand zurückversetzt.

Literatur


  • Peter Ade (Direktor, 19471983): Picasso, Kokoschka und all die anderen ... Meine abenteuerlichen Jahre für die Kunst. 2001, ISBN 3485008729

Fußball-WM 2006


Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wird das Haus der Kunst vom Schriftzug der Allianz Arena geprägt, da das Fußballstadion zu dieser Zeit FIFA WM-Stadion München heißen muss (Während der WM werden Stadien ohne Sponsorennamen genannt). Zuerst gab es Probleme der Stadt München; schlussendlich einigte man sich, den Schriftzug unterhalb des Daches anzubringen, da in München Werbung oberhalb der Dächer verboten ist. Die Kosten für diese Abmontage und den Abtransport belaufen sich auf ca. 150.000 €.

Weblinks


  • http://www.hausderkunst.de/

Museum in München | Kunstmuseum in Deutschland

Haus der Kunst

 

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