Hauptsmoorwald.png Der Hauptsmoorwald ist ein gemeindefreies Gebiet östlich der Stadt Bamberg. Es handelt sich dabei um ein ausgedehntes Föhren-Waldgebiet, das von einer Autobahn (A73) durchschnitten und zum Teil unter US-amerikanischer Hoheit steht und als Truppenübungsplatz genutzt wird.
Im Wald frei zugänglich liegt das Schützenhaus Kunigundenruh. In der Nähe befindet sich der "Kunigundenruh-Stein", ein Marterl, das an die Kaiserin Kunigunde erinnert. Kunigundenruh.jpg
Der Hauptsmoorwald entstand auf während der Eiszeit abgetragenem Sand, in den verwitterter Jurakalk gemischt ist und der weite Teile des Bamberger Beckens bedeckt. Der Sand wurde im Osten der Stadt Bamberg vom vorherrschenden Westwind über Jahrtausende hinweg zu Dünen verweht, die die Grundlage des Hauptsmoorwaldes bildeten.
Das Holz der Kiefern des Hauptsmoorwaldes ist von besonderer, hoher Qualität, da die Kiefer astarm wächst, sich kaum verzieht und daher für die Flügel holländischer Windmühlen und der frühen Propellerflugzeuge das Holz liefern konnte.
Mittlerweile ist der Flächen- und Tierartenverlust enorm. Seit dem Jahr 1915 sind Vogelarten wie Wiedehopf, Steinkauz, Rotmilan und Schwarzmilan aus dem Stadtgebiet verschwunden. Damals reichte der Hauptsmoorwald noch bis an den Bahnhof der Stadt Bamberg. In den letzten Jahren betrug der jährliche Biotopverlust zwölf Hektar, bei einer Gesamtbiotopfläche von 580 Hektar im Jahr 1989.
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