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Handhaspel-Rekonstruktion_Suhl_Sauerberg.jpg / Thüringer Wald]] Noe haspel.jpg

Haspel bezeichnet

  • eine Vorrichtung zum Auf- und Abwickeln von Fäden, Drähten und Binden. Die Haspel besteht aus mindestens drei Stäben, welche in einem bestimmten Abstand parallel zu einer Achse befestigt sind. Das aufgewickelte Gut bildet dann ein Drei- Vier- oder Vieleck.
  • in der Fördertechnik (der Haspel) eine Welle oder Seilscheibe, auf der eine Kette oder ein Zugseil aufgewicklet wird; dient zum Heben von Lasten. Die Handhaspel ist das älteste historische Fördergerät im Bergbau. Mit ihr wurden aus den Schächten die Förderkübel ausgefördert, Material, Werkzeug und Proviant hinabgelassen. "Bedient" wurde die Handhaspel von so genannten Haspelknechten.
  • in der Textiltechnik (die Haspel) ein Hilfsmittel,
  • in der Stahlindustrie zum Aufwickeln der gewalzten Stahlbänder zu einem Coil,
  • beim Färben und in Waschmaschinen zum Transport des Textils durch die Flotte,
  • um eine genau definierte Länge Garn aufzuwickeln, um anschließend das Gewicht pro Länge, die Garnfeinheit zu bestimmen.
  • in der Lederherstellung (die Haspel) einen Trog mit Rührschaufeln zum Färben oder Gerben.
  • bei der Feuerwehr (auch als Schlauchhaspel) ein Hilfsmittel zum zügigen Verlegen von Schläuchen.
  • im Hessischen Raum (die Haspel) eine "Schweinshaxe".

Seit dem 18. Jh. ist die Bezeichnung sich verhaspeln für dauerndes Versprechen gebräuchlich. Dieser Gebrauch des Wortes stammt nach einer Theorie aus dem Durcheinander, welches entsteht, wenn das aufzuhaspelnde Gut nicht auf den Stäben/Kufen zu liegen kommt, sondern sich um die Achse der Haspel wickelt. Eine andere Theorie besagt jedoch, dass der Ausdruck aus dem Bergbau stammt. Denn da man dem Haspelknecht durch akustische Zeichen mitteilte, wie er die Haspel bedienen sollte, konnte es schon einmal passieren, dass er etwas falsch verstand und sich verhaspelte.

Siehe auch: Hilfsorganisationen/Themenliste Feuerwehr

Feuerwehrausrüstung Textiltechnik

Haspel

 

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