Hasle bei Burgdorf ist eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Burgdorf des Kantons Bern in der Schweiz.
Die Fläche des 21.9 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Emmentals. Die nordöstliche Grenze verläuft stets entlang der kanalisierten und begradigten Emme. Als Hauptsiedlungsgebiet dienen die Talaue und die Schotterterrassen, die rund 20 m höher als das Flussbett liegen. Das Emmental weist im Bereich von Hasle bei Burgdorf eine Breite von rund 1 bis 2 km auf. Von Südwesten und Süden münden hier vier Seitentäler in das Emmental, nämlich das Biembachtal, das Bigental, der Talgraben und das Goldbachtal. Fast das ganze Einzugsgebiet des Biembachtals gehört zu Hasle bei Burgdorf, während bei den übrigen Tälern jeweils nur der unterste Abschnitt zum Gemeindegebiet zählt.
Der gesamte westliche und südliche Teil des Gemeindebannes wird von Molassehöhen zwischen dem Emmental und dem Aaretal eingenommen. Diese Landschaft wird charakterisiert durch zahlreiche Hügelkämme sowie Täler und Gräben, welche oft sehr starke Hangneigungen zeigen, was die landwirtschaftliche Bearbeitung dieses Gebietes erschwert. In den höheren Lagen herrschen deshalb Wald und Weideland vor. Das Hügelland erreicht durchschnittliche Höhen von 800 m ü. M. Auf der Wägesse, einem breiten Kamm zwischen dem Biembachtal und dem Widimattgraben (Seitental des Bigentals) wird mit 918 m ü. M. der höchste Punkt von Hasle bei Burgdorf erreicht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 7 % auf Siedlungen, 32 % auf Wald und Gehölze, 60 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.
Daneben gehören zahlreiche Hofgruppen und Einzelhöfe, die weit verstreut in den Tälern und auf den Hügeln liegen, zur Gemeinde. Nachbargemeinden von Hasle bei Burgdorf sind Rüegsau, Lützelflüh, Rüderswil, Walkringen, Vechigen, Oberburg, Burgdorf und Heimiswil.
Das grosse Hinterland lebt aber bis heute von der Landwirtschaft, insbesondere von Milchwirtschaft und Viehzucht, daneben gibt es auch Ackerbau und Obstbau. Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im Gewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In Hasle bei Burgdorf sind heute eine Firma für Industriebedarf, eine Parkettfabrik sowie Betriebe des Baugewerbes, der Futtermittelindustrie, der Elektrobranche und der Holzverarbeitung vertreten. Auf der Schotterterrasse südlich des Dorfes werden mehrere Kiesgruben ausgebeutet. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Burgdorf und in der Agglomeration Bern arbeiten.
Durch die enge Zusammenarbeit mit der im Amtsbezirk Trachselwald gelegenen Nachbargemeinde Rüegsau tragen die Post, der Bahnhof, die Sekundarschule sowie einige Vereine und Geschäfte den Ortsnamen Hasle-Rüegsau.
Im Mittelalter unterstand Hasle bei Burgdorf der Oberhoheit der Kyburger. Es war Teil des Landgerichts Ranflüh, und geriet 1384 unter Berner Herrschaft. Im Jahr 1525 wurde das Dorf dem Schultheissenamt Burgdorf zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Hasle bei Burgdorf während der Helvetik zum Distrikt Burgdorf und ab 1803 zum Oberamt Burgdorf, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt.
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